Positionieren Laborautomatisierung setzt auf Elektropneumatik

Autor / Redakteur: Roland Emmerich, Olaf Eistert und Bernd Leutner / Josef-Martin Kraus

Damit flüssige und rieselfähige Güter im Labor zehn. bis hundertmal schneller und deutlich genauer gemischt, geprüft und appliziert werden, kommt bei Hochdurchsatzanlagen eine hybride Antriebstechnik zum Einsatz. Wichtige Leistungselemente liefert dabei die Elektropneumatik.

Firmen zum Thema

Bild 1: Bei Laboranlagen zum Mischen, Dosieren, Applizieren und Testen von Rezepturen treibt die Automatisierung den Probendurchsatz in die Höhe.
Bild 1: Bei Laboranlagen zum Mischen, Dosieren, Applizieren und Testen von Rezepturen treibt die Automatisierung den Probendurchsatz in die Höhe.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf die richtige Mischung kommt es an. Das gilt vor allem für Rezepturen, die sich aus verschiedenen Rohstoffen zusammensetzen. In der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist das beispielsweise an der Tagesordnung. Heute automatisiert dort die Hochdurchsatztechnik das, was zuvor über Jahrzehnte weltweit in Laboren von Hand gemacht wurde.

Diese Entwicklung schreitet weiter voran, um die Entwicklungszeiten für Produkte noch weiter zu verkürzen: vom Dosieren und Mischen der Rohstoffe über das Testen spezifischer Mischungseigenschaften bis zur Applikation, wobei in der Anwendung weitere Tests im Labor erfolgen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Zehnmal höherer Probendurchsatz im Vergleich zum manuellen Testen

Klingt einfach, ist es aber nicht. Jedenfalls nicht dann, wenn der Anwender außer Zeit auch Kosten für Rohstoffe einsparen und ein möglichst der Realität entsprechendes Laborergebnis erhalten möchte. An diesem Punkt setzen Hochdurchsatzanlagen an, wie sie von Bosch Lab Systems, Waiblingen, – einem Unternehmensbereich der Robert Bosch GmbH – gebaut werden (Bild 1).

Das Ergebnis: Die Automatisierung ermöglicht, rund 100 Proben im gleichen Zeitraum zu testen. Ein Laborant schafft dagegen nur etwa zehn Formulierungen am Tag. Ferner ist der Verbrauch an Rohstoffen im Vergleich zur manuellen Arbeit deutlich reduziert (Bild 2).

Elektropneumatik in dezentrale Steuerungshierachie eingebunden

Wie das möglich ist, zeigt eine Anlage zur Entwicklung von Farben und Lacken. Die Antriebs- und Steuerungstechnik ist für die immer schneller werdenden Abläufe verantwortlich. Lineare Antriebsachsen, Transfersysteme und Steuerungen – diese Antriebskomponenten bewegen Module, steuern das Dosieren und sind die antreibende Kraft für die abschließenden Tests einer Rezeptur in der Laboranwendung. Wichtige Leistungselemente liefert dabei die Elektropneumatik. Zusammen mit den elektrischen und elektromechanischen Antrieben ist sie in eine dezentrale Steuerungshierachie eingebunden.

(ID:348520)