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Füllstandmessung in Lagersilos Korrekte Erfassung des Füllstands dank 80-GHz-Technologie

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Sabine Mühlenkamp

Anbackungen in Lagersilos für Salze erschweren die korrekte Erfassung des Füllstands. Dies wiederum führte in der Vergangenheit immer wieder zu Schwierigkeiten in der Logistik. Erst der Wechsel auf die 80-GHz-Technologie führte zum Erfolg.

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In den Lagerbehältern werden Salze mit unterschiedlichen Partikelgrößen gelagert.
In den Lagerbehältern werden Salze mit unterschiedlichen Partikelgrößen gelagert.
(Bild: Vega)

Es ist wohl eher ungewöhnlich, dass ein Industriebetrieb zugleich kulturelle Gedenkstätte, wichtiger Rohstofflieferant und begehrter Partner der Gastronomie ist. Der sizilianische Salzhersteller Italkali Società Italiana Sali Alcalini füllt jede dieser Rollen mühelos aus. So bestaunen jedes Jahr in der Mine Realmonte tausende Besucher die berühmte Salzkathedrale, die Salzstalatiken und die von der Natur gemalten, beeindruckenden Bilder an den Wänden der Mine. Dies ist aber nur ein Teil des Betriebs.

Italkali ist eines der wichtigsten europäischen Unternehmen für den Abbau, die Verarbeitung und den Export von Salzen. In drei Minen gewinnt das Unternehmen verschiedene Arten von Salz, die später ganz unterschiedliche Anwendungen abdecken. So landet unter der Marke Sale das Salz in vielen italienischen Haushalten. Es wird aber auch zur Enteisung und Enthärtung für Industriebetriebe und Spülmaschinen sowie für Tiernahrung und Gerbereien hergestellt. Jedes Salz erfordert eine andere Aufbereitung. Allen gemeinsam ist, dass es zunächst in verschiedene Größen zerkleinert, von Verunreinigungen gereinigt und verpackt bzw. in verschieden großen Silos gelagert wird.

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In genau einem dieser Lagerbehälter kam es aufgrund von Ablagerungen zu Schwierigkeiten bei der genauen Füllstanderfassung. Die Messung ist über die gesamte Silohöhe erforderlich. Zwar wurde der dort eingesetzte Ultraschallsensor regelmäßig gereinigt, das Messergebnis war dennoch oft nicht zuverlässig genug. Die genaue Bestandserfassung ist jedoch ein wichtiges Element der Prozesskette. Eine Überfüllung ist aus Gründen drohender Verschmutzungen genauso wenig denkbar, wie ein Lieferengpass aufgrund eines leeren Silos.

Plug and Play vom Start weg

Bis auf einen Vibrationsgrenzschalter in der Petralia Soprana Mine hatte man bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel mit dem italienischen Tochterunternehmen des Schiltacher Füllstandspezialisten Vega zusammengearbeitet. Als Vega vor rund zwei Jahren sein neu entwickeltes Radarfüllstandmessgerät Vegapuls 69 vorstellte, war das Messtechnik-Team von Italkali zwar gespannt, erwartete aber nicht, dass diese Technologie tatsächlich das Messproblem in ihrem Silo lösen könnte. Nach der Vorstellung des Messgeräts war das italienische Unternehmen jedoch bereit, der 80-GHz-Technologie eine Chance zu geben.

Vor allem der schmale Messstrahl von vier Grad und der große Dynamikbereich waren Argumente, die für den Vegapuls 69 sprachen. Zudem sind die Antennen unempfindlich gegenüber Ablagerungen und stellen selbst bei rauen Einsätzen einen wartungsfreien Betrieb sicher. Ein Spülluftanschluss, der für eine effiziente Reinigung bei extremen Anwendungen sorgt, wird serienmäßig angebaut. Probehalber wurden zwei Sensoren zunächst auf zwei Silos in der Racalmuto-Mine installiert. Die 100 m tiefe Mine liegt im südlichen Teil Siziliens, zwischen den Provinzen Agrigento und Caltanissetta.

Event-Tipp der Redaktion Das 11. Schüttgut-Forum findet auch 2017 wieder im Rahmen der Förderprozessforen statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Programm, Erfahrungsaustausch und Rahmen des Forums sind top, wie uns Teilnehmer dieser Nutzwertveranstaltung bestätigen. Unsere Bildergalerien zum letztjährigen Event zeigen Impressionen der Veranstaltung sowie die Exkursion zur Staatliche Feuerwehrschule Würzburg.

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