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Namur-Hauptsitzung 2017

Industrial Ethernet in the Field kommt in Gang

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Wolfgang Ernhofer

(v.l.) Stefan Lüder, Siemens, Projektmanager für die APL, Katherine Voss, President der Organisation ODVA, Karsten Schneider, Chairman der Organisation PI, Dr. Jörg Hähniche, Endress+Hauser, Vorsitzender des Steering CommitteeTed Masters, President der Organisation Fieldcomm Group bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Namur-Hauptsitzung.
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(v.l.) Stefan Lüder, Siemens, Projektmanager für die APL, Katherine Voss, President der Organisation ODVA, Karsten Schneider, Chairman der Organisation PI, Dr. Jörg Hähniche, Endress+Hauser, Vorsitzender des Steering CommitteeTed Masters, President der Organisation Fieldcomm Group bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Namur-Hauptsitzung. (Bild: Namur)

Inzwischen gibt es zwar etablierte Lösungen, einen Feldbus auch in der Ex-Zone zu betreiben, aber die dadurch entstehenden Netzwerkstrukturen werden komplexer. Dies führt unter anderem zu einem immer aufwändigerem Engineering. 2012 begannen daher die ersten Diskussionen, wie ein Physical Layer (APL) für Industrial Layer aussehen könnte. Vier Jahre später wurde ein Positionspapier der Namur veröffentlicht, wie diese Anforderungen für eine Ethernet-in-the-field aussehen könnten und die IEEE 802.3cg-Arbeitsgruppe etabliert, um die Spezifikationen voran zu treiben.

Bad Neuenahr – Innerhalb der Arbeitsgruppe geht es vor allem um ein standardisiertes Phy entsteht, welches auch für die Prozessautomatisierung verwendet werden kann. Ziel ist es, einen Advanced Physical Layer als eigensichere 2-Draht Ethernetlösung mit einer Reichweite von bis zu 1000 m für den Einsatz in Feldgeräten der Prozessautomatisierung zu etablieren. Nun ist man diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, wie die beteiligten Organisationen – PI, ODVA und Fieldcomm Group – anlässlich ihrer Pressekonferenz im Vorfeld der Namur-Hauptsitzung berichteten.

Der neue Ethernet-Standard für 10 Mbit/s über die 2 Draht-Leitung und für bis zu 1000 m Reichweite soll bis 2020 abgeschlossen sein. „Die ersten Feldgeräte werden dann wahrscheinlich 2021 oder 2022 folgen“, so die Schätzungen von Dr. Jörg Hähniche, Chairman von APL und im Vorstand der PNO e.V. Dabei ging es den Beteiligten auch darum, einen Standard für alle Feldgeräte zu etablieren. „Wir müssen die Einfachheit von 4…20 mA als Maßstab nehmen. Schließlich sollen in Zukunft auch Temperatur- und Drucktransmitter, die in großer Zahl in der Prozessindustrie vorhanden sind, über APL angeschlossen werden.“

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Einsatz in Ex-Zonen

Besonderer Knackpunkt sei der Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. „Mit APL wird die bestehende Ethernet-Technologien ausgeweitet, so dass wir unsere herkömmliche Zweidraht-Anschaltung für Feldgeräte in der Zündschutzart Eigensicherheit beibehalten können“, äußerte sich Ted Masters, President der Field Comm Group, zufrieden mit den bisherigen Arbeiten.

Viele Vorteile von Industrial Ethernet sollen sich mit APL leichter auf die Geräteebene transportieren lassen, also zum Beispiel eine bessere Diagnose. Es sei aber auch ein leichteres Engineering möglich, vor allem weil die Netzwerke homogener werden – ohne Proxies oder Gateways. Zudem passe es sich nahtlos in die Namur Open Architecture und andere Industrie 4.0-Initiativen an. Auch soll der Tausch von Feldgeräten leichter funktionieren oder wie es Katherine Voss, President der ODVA,abschließend zusammen fasste: „APL ist das fehlende Puzzleteil im Gesamtpaket, wovon besonders die Anwender der Prozessindustrie profitieren werden.“

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* Die Autorin ist freie Mitarbeiterin der PROCESS

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