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Abwärtstrend bei Agrarchemie Hersteller verkaufen erneut weniger Pflanzenschutz- und Düngemittel

| Redakteur: Alexander Stark

Der Abwärtstrend hielt für die deutsche agrochemische Industrie vor dem Hintergrund anhaltender Trockenheit und reduzierter Ernteerträge auch 2019 weiter an.

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Der Absatz an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln war auch 2019 rückläufig.
Der Absatz an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln war auch 2019 rückläufig.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt am Main – Der Inlandsumsatz mit Pflanzenschutzmitteln der im Industrieverband Agrar (Iva) organisierten Unternehmen sank im vergangenen Jahr abermals um 6,9 % auf 1,193 Milliarden Euro (2018: 1,282 Milliarden Euro). Gegenüber dem Höchststand im Jahr 2014 sind die Umsätze um ein Viertel eingebrochen und der Markt damit noch unter das Niveau des Jahres 2007 geschrumpft.

In einem ähnlichen Abwärtstrend bewegte sich seit 2014 im Düngemittelmarkt auch der Absatz des Hauptnährstoffs Stickstoff, der in der vergangenen Düngesaison um weitere 10 % auf 1,342 Millionen Tonnen zurückgegangen ist (Höchststand 2014/15: 1,823 Millionen Tonnen). Der Absatz phosphathaltiger Düngemittel sank 2018/19 um 4 % auf 201.159 Tonnen, Kalk-Dünger sanken um 2 % auf 2,87 Millionen Tonnen; lediglich der Absatz an Kalidüngern stieg im Vorjahr um 4,5 % auf 409.542 Tonnen.

Diese Zahlen gab der Wirtschaftsverband heute im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt bekannt, die wegen der Corona-Pandemie als Videokonferenz stattfand.

Als Gründe für den Abwärtstrend nannte Iva-Präsident Dr. Manfred Hudetz die Dürrejahre 2019 und 2018. Neben den schwierigen Witterungsbedingungen hatten auch die großen Lagerbestände im Handel den Absatz beeinträchtigt. Auch die strikteren Vorgaben der Düngeverordnung, insbesondere bei Stickstoff und Phosphat, haben sich dämpfend auf den Mineraldüngerabsatz ausgewirkt.

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