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Anlage für Wasserelektrolyse

"Grüner“ Wasserstoff aus nachhaltiger Elektrizität

| Redakteur: Tobias Hüser

Akzo Nobel und Gasunie wollen Wasser in „grünen“ Wasserstoff unter Einsatz nachhaltiger Elektrizität umwandeln.
Akzo Nobel und Gasunie wollen Wasser in „grünen“ Wasserstoff unter Einsatz nachhaltiger Elektrizität umwandeln. (Bild: Akzo Nobel)

Akzo Nobel Specialty Chemicals und Gasunie New Energie versuchen im Rahmen eines gemeinsamen Projekts „grünen“ Wasserstoff in großen Mengen zu erzeugen. Falls dies per Wasserelektrolyse gelingt, soll eine Anlage mit einer 20 MW Elektrolyseeinheit in Delfzijl in den Niederlanden errichtet werden, die nachhaltige Elektrizität in 3.000 t grünen Wasserstoff pro Jahr umwandeln würde.

Köln – Die geplante Produktionsstätte ist ein wichtiger Schritt im Ausbau der Elektrolysetechnologie. Eine endgültige Entscheidung über das Projekt wird nächstes Jahr erwartet. Die Kapazität der Elektrolyseeinheit würde ausreichen, um 300 wasserstoffbetriebene Busse zu versorgen. Die größte bisher geplante Elektrolyseeinheit in den Niederlanden hat eine Kapazität von einem MW. Das letztendliche Ziel besteht darin, Anlagen bauen zu können, die in noch größerem Umfang (ab 100 MW) nachhaltige Energie umwandeln und in Form von Wasserstoff speichern können.

Akzo Nobel und Gasunie ergänzen sich gegenseitig durch das für dieses Projekt erforderliche Fachwissen: Hierzu gehören der Transport und die Speicherung von Gas, Elektrolyse und der Umgang mit Wasserstoff. Beide Unternehmen möchten bei der Umstellung auf eine CO2-neutrale Wirtschaft eine aktive Rolle spielen. Dieses Projekt deckt sich mit ihrem jeweiligen Einsatz für erneuerbare Energien – einschließlich Wasserstoff.

Senkung der CO2-Emissionen in den Niederlanden

„Wasserstoff spielt auch für die Ziele zur Senkung des CO2-Ausstoßes eine Rolle, die die niederländische Regierung bis 2030 erreichen möchte, nämlich eine Senkung um 49 % im Vergleich zu den Werten von 1990“, betont Ulco Vermeulen, Mitglied des Vorstands von Gasunie. Um eine ausreichende Versorgung mit Wasserstoff im Jahr 2030 zu sichern, müsse jetzt gehandelt und die Technologie in unterschiedlichen Größenordnungen untersucht werden. Der Großteil der mehr als 800.000 t Wasserstoff, die die niederländische Industrie im Jahr verbraucht, wird auf Basis von Erdgas erzeugt. Durch den Einsatz von nachhaltig erzeugtem Wasserstoff werden die CO2-Emissionen um sieben Millionen Tonnen gesenkt. Das echte Potenzial liegt jedoch in der groß angelegten Produktion als Grundlage für grüne Chemie“, bekräftigt der Akzo Nobel Manager.

Beide Unternehmen sind sich einig, dass der nördliche Teil der Niederlande die perfekte Lage für die Entwicklung einer grünen Wasserstoffwirtschaft hat, da dort große Mengen „grüner“ Elektrizität hergestellt und importiert werden, chemische Industrien ansässig sind, die Infrastruktur zum Transport von Gas sowie das erforderliche Fachwissen vorhanden sind und die Unterstützung des Northern Innovation Board gesichert ist.

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