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Raffinerie in Lingen Großrevision bei BP Lingen geht in den Endspurt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Es geht langsam auf das Stillstands-Ende der BP-Raffinerie in Lingen zu und das Anfahren der Anlagen beginnt. Nach mehr als fünf Wochen intensiver Arbeit werden seit Anfang Juni verschiedene Anlagenteile sukzessive wieder in Betrieb genommen. Zuvor waren alle Anlagen in gut 250.000 Einzelaktivitäten inspiziert, gewartet und – wo nötig – repariert worden.

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Der Stillstand der BP Raffinerie Lingen aus der Vogelperspektive betrachtet.
Der Stillstand der BP Raffinerie Lingen aus der Vogelperspektive betrachtet.
(Bild: BP)

Lingen – Als die Anlagen für die Revisionsarbeiten einmal runtergefahren waren, wurden in einzelnen Bereichen der Raffinerie auch Veränderungen und Umbauten realisiert, die vor allem der Sicherheit, der Energieeinsparung sowie der Wirtschaftlichkeit dienen. Eine neue, 45 Meter hohe Kolonne für die Rohöldestillation der Raffinerie wurde bereits Ende 2016 geliefert. Anfang Mai wurde nun der Austausch der Kolonne vorgenommen.

Bevor die Revision endgültig abgeschlossen ist, haben der TÜV und die befähigten Personen das letzte Wort: Sie begutachten sämtliche neu eingebauten und kritischen Teile sowie alle Modifizierungen an den Anlagen. Erst wenn sie feststellen, dass alle Erneuerungen fachgerecht vollzogen sind, wird das Dokument „Prüfung vor Inbetriebnahme (PVI) der Anlage“ unterschrieben.

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Klar ist, Abnehmer kommen nicht erst am Ende des Revisionsprozesses. Ganz im Gegenteil. Sie inspizieren eine Vielzahl an Arbeiten bereits während des Stillstandes und sind auch in die Vorfertigungskette involviert. Für das Anfahren der Anlagen wurden im Vorfeld alle Arbeiten so geplant, dass Geruchs- oder Lärmemissionen während des Anfahrens möglichst vermieden werden. Zu 100 % ist dies aber nicht immer möglich. Zudem ist in dieser Zeit mit erhöhter Fackeltätigkeit zu rechnen.

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