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Feinstfiltration Glasklar: Alternative zur Feinstfiltration von Abwasser

| Redakteur: Dominik Stephan

Dafür braucht es keine Blick in die Glaskugel: Zukunft wird Feinstfiltration zur Schlüsseltechnologie der Abwasserreinigung. Wenn es darum geht, Hormone, Medikamente oder Mikroplastik aus dem Abwasser zu entferne, stoßen altbewährte Verfahren an ihre Grenzen. Bringt ein Filteralternative die Wende?

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Bilddatei mit Gegenüberstellung Glaskugelfilter vs. Sandfilter
Bilddatei mit Gegenüberstellung Glaskugelfilter vs. Sandfilter
(Bild: Servitec)

Das Thema Feinstfiltration von gereinigtem Abwasser spielt eine immer größere Rolle. Insbesondere da die 4. Reinigungsstufe für Kläranlage in der Diskussion ist. Erste Kläranlagen werden bereits ertüchtigt, um Mikroplastik, Medikamente und Hormone zu entfernen.

Hierzu gibt es unterschiedliche Konzepte. Ein erprobtes Verfahren ist die Ozonung und Filtration mittels Sandfilter. Aufgrund seiner Materialbeschaffenheit weist der als Filtermaterial eingesetzte Sand jedoch spezifische Nachteile auf. Die Filterlaufzeit ist vergleichsweise gering. Der Filtersand muss mittels Rückspülung oft gereinigt werden. Die Abreinigung gelingt nicht immer vollständig. Rückstände von Verunreinigungen führen zu Inkrustationen und Biofilm-Bildung. Das Filterbett verkeimt und neigt zur Verblockung. Der Filter wird zu einem Kontaminationsverstärker und der Sand muss frühzeitig getauscht werden.

Die Servitec Umwelt Consulting, ein erfahrenes Team bestehend aus Ingenieuren, Chemikern und Architekten, empfiehlt als ein auf abwassertechnische Fragestellungen spezialisiertes Planungsbüro ein alternatives Verfahren, nämlich den Einsatz von Glaskugeln. Wie vielfältige Erfahrungen aus anderen Anwendungen zeigen, kann der Einsatz von hochwertigen Glaskugeln als Filtermaterial wie z. B. den Sili Beads von Sigmund Lindner, die Problematik der Sandfiltration stark reduzieren oder gar vollständig lösen.

Die spezifische Geometrie und Oberflächengüte der Glaskugeln ermöglicht eine dynamische Tiefenfiltration. Agglomerationsprozesse lagern während der Filtration die Schmutzpartikel und Störstoffe in den Porenzwischenräumen des Glaskugel-Filterbetts ein. Die spezifischen Rückspüleigenschaften der chemisch inerten Glaskugeln ermöglichen eine vollständige Abreinigung des Filterbetts während der Rückspülung. So bleibt die Funktionsfähigkeit des Filterbetts dauerhaft erhalten.

Die verlängerten Standzeiten reduzieren die Wartungs- und Serviceaufwände und die verkürzte und effektive Rückspülung reduziert den Einsatz von Wasser- und Energie. Aufgrund der Vorteile von Glaskugeln lassen sich somit erhebliche Kosteneinsparungen auch bei der Feinstfiltration von Abwasser erzielen. Servitec übernimmt die Auslegung und komplette Planung bis hin zum schlüsselfertigen Bau des kompletten Anlagenabschnitts.

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