Pumpen Geht's auch etwas kleiner? Angepasster Pumpenkopf bringt Genauigkeit in kompakte Baugrößen

Redakteur: Dominik Stephan

Nicht immer geht jede Technik in jeder Größe - Darum erweitern Pumpenhersteller ihr Portfolio nach oben, aber zunehmend auch in Richtung kompakte Formate.

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Um den bewährten M900-Pumpenkopf auch für Volumenströme von weniger als 1 l/h und Förderdrücke von 150–400 bar nutzen zu können, wurde er für die beiden kleinsten Baugrößen der Ecoflow-Pumpen eigens angepasst.
Um den bewährten M900-Pumpenkopf auch für Volumenströme von weniger als 1 l/h und Förderdrücke von 150–400 bar nutzen zu können, wurde er für die beiden kleinsten Baugrößen der Ecoflow-Pumpen eigens angepasst.
(Bild: Lewa)

Lewas M900-Pumpenkopf zeichnet sich unter anderem durch seine hermetische Dichte, eine hohe Dosiergenauigkeit sowie eine besonders robuste Hydraulik aus. Bislang konnten Pumpenköpfe dieses Typs bei den zwei kleinsten Baugrößen der Ecoflow-Reihe jedoch nur bis 100 bzw. 150 bar eingesetzt werden. Der Grund hierfür ist, dass sie bei hohen Förderdrücken mit Kolben der Durchmesser 5 und 6 mm einen vergleichsweise geringen volumetrischen Fördergrad aufweisen, der nicht optimal für die Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz der Pumpe ist.

Um den M900 auch für Volumenströme von weniger als 1 l/h und Förderdrücke von 150–400 bar nutzen zu können, wurde er nun für die kleinen Ecoflow-Pumpenmodelle eigens angepasst. Durch die Konstruktion eines optimierten Membranpumpenkörpers und Membranantriebsgehäuses ließ sich der Schadraum im Pumpenkopf um 37 Prozent verkleinern und damit der Fördergrad bei 400 bar um 20,3 (5 mm-Kolben) beziehungsweise 17,3 Prozentpunkte (6 mm-Kolben) erhöhen. Da sich die Überarbeitung der Kalotte als die größte Herausforderung darstellte, fertige der Hersteller einen speziellen Pumpenkopf an, der den Blick auf die sonst verdeckte Membran freigibt, und nutzte diesen, um die Membranbewegung mittels Lasermesstechnik zu untersuchen.

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Deutliche Erhöhung des Fördergrads

Anschließend führte das Forschungs- und Entwicklungsteam eine Reihe von Versuchen zur Validierung des neuen Pumpenkopfes durch. Dabei wurden die wesentlichen Funktionen der Hydraulik – Gasaustragung, Schnüffelfunktion und Druckbegrenzung – überprüft und der Fördergrad über das Kennfeld des Membranpumpenkopfes ermittelt. Beim maximalen Druck von 400 bar konnte mit Prozesswasser ein Fördergrad von 40,2 Prozent für den Kolben mit 5 mm und 56,3 Prozent für den Kolben mit 6 mm Durchmesser erreicht werden. Diese Werte lagen beim vorherigen Membranpumpenkopf noch bei 19,9 bzw. 39,0 Prozent. Der neue M900 eignet sich somit optimal für den Einsatz mit den Ecoflow-Pumpen LDB und LDC bei kleinen Volumenströmen und bis zu 400 bar Förderdruck.

| Lewa

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