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Solarenergie für Kreislaufwirtschaft

Forschungsinitiative zur Produktion von synthetischen Kraftstoffen steht in den Startlöchern

| Redakteur: Alexander Stark

Das europäische Forschungsprojekt Sunrise verfolgt einen ambitionierten wissenschaftlich-technischen Ansatz für die Umwandlung und Speicherung von Solarenergie als nachhaltige Alternative zur fossilen Produktion von Brennstoffen und Basischemikalien. Sunrise wurde als eine von sechs Coordination & Support Actions (CSA) im Horizont-2020-Programm ausgewählt und wird mit einer Million Euro über die Laufzeit von einem Jahr ab Frühjahr 2019 gefördert.

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Das Ziel von Sunrise ist die Bereitstellung einer Alternative zur fossilen, energieaufwändigen Produktion von Brennstoffen und Chemikalien basierend auf Solarenergie und allgemein verfügbaren Rohmaterialien (CO2, H2O, N2).
Das Ziel von Sunrise ist die Bereitstellung einer Alternative zur fossilen, energieaufwändigen Produktion von Brennstoffen und Chemikalien basierend auf Solarenergie und allgemein verfügbaren Rohmaterialien (CO2, H2O, N2).
(Bild: Sunrise)

Jülich – Das Vorhaben stehe im Einklang mit der kürzlich von der Europäischen Kommission verabschiedeten Vision für ein klimaneutrales Europa bis 2050, teilten die Projektverantwortlichen mit. Es bringt Akteure aus der Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft zusammen, darunter NGOs und Weltkonzerne in den Bereichen Energie, Chemie sowie dem Automobilsektor. Dabei soll eine wissenschaftlich-technologische Roadmap für eine Großforschungsinitiative im Bereich Energie, Umwelt und Klimawandel entwickelt werden.

Im Rahmen der Fetflag-01-2018-Ausschreibung wurden im November 2018 sechs CSA-Projekte aus den folgenden drei Forschungsbereichen ausgewählt: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und die vernetzte Gesellschaft, Gesundheit und Lebenswissenschaften sowie Energie, Umwelt und Klimawandel. Diese Maßnahmen sollen Europäische Großforschungsinitiativen vorbereiten, die - bei erfolgreicher Evaluierung - im nächsten Europäischen Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm, Horizont Europa (ab 2021 als Nachfolge von Horizont 2020) gefördert werden. Ziel der ausgewählten Anträge soll es sein, eine Grundlage zu schaffen für langfristige und groß angelegte visionäre, wissenschaftsgetriebene Forschungsprojekte, die Europas größte Herausforderungen angehen und wissenschaftliche Fortschritte in konkrete Innovationschancen, Wachstum und Arbeitsplätze umwandeln.

Das Ziel von Sunrise ist die Bereitstellung einer Alternative zur fossilen, energieaufwändigen Produktion von Brennstoffen und Chemikalien basierend auf Solarenergie und allgemein verfügbaren Rohmaterialien (CO2, H2O, N2).
Das Ziel von Sunrise ist die Bereitstellung einer Alternative zur fossilen, energieaufwändigen Produktion von Brennstoffen und Chemikalien basierend auf Solarenergie und allgemein verfügbaren Rohmaterialien (CO2, H2O, N2).
(Bild: Sunrise)

Sunrise, als Teil des Forschungsbereichs Energie, Umwelt und Klimawandel, bringt Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft zusammen, um eine langfristige strategische Forschungs-Roadmap und eine fundierte Vision für ein zukünftiges Großforschungsprojekt vorzubereiten. Das Ziel ist die Bereitstellung einer Alternative zur fossilen, energieaufwändigen Produktion von Brennstoffen und Chemikalien basierend auf Solarenergie und allgemein verfügbaren Rohmaterialien (CO2, H2O, N2). Das Hauptziel dieses Ansatzes ist ein nachhaltiger CO2-Kreislauf, der zu einer Reduktion der CO2-Konzentration in der Atmosphäre sowie einer Stabilisierung dieser Konzentration auf einem klimaverträglichen Niveau führt. Des Weiteren sollen sowohl Flächen- als auch Ressourcennutzung nachhaltig werden, um so eine Kreislaufwirtschaft umzusetzen.

Das Forschungsprojekt wird von Prof. Huub de Groot von der Universität Leiden (Niederlande) koordiniert und bringt ein multidisziplinäres Konsortium von 20 Partnern aus 13 Europäischen Ländern zusammen. Das Konsortium umfasst sieben Universitäten (Universität Leiden, Universität Uppsala, Imperial College London, Universität Turku, Universität Warschau, Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Universität Leuven), acht Forschungseinrichtungen (Frankreichs Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA), Italiens Nationaler Forschungsrat (CNR), Schweizer Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), Imdea Energy Institute, Fraunhofer-Gesellschaft, Forschungszentrum Jülich, J. Heyrovský Institute of Physical Chemistry, Institute of Chemical Research of Catalonia), zwei Europäische Gesellschaften (European Energy Research Alliance (EERA), Energy Materials Industrial Research Initiative (Emiri)) und drei Unternehmen (Siemens AG, Johnson Matthey, Engie).

Zum Ende der CSA wird die Sunrise-Community einen Entwurf für die Umsetzung einer Großinitiative veröffentlichen, mit einer Beschreibung der kurz- bis langfristigen Ziele, der benötigten Ressourcen und der Kriterien für offene, inklusive und multidisziplinäre Anstrengungen nach den Prinzipien der verantwortungsvollen Forschung und Innovation (RRI).

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