Suchen

Dickstoffpumpen Förderung von Biomasse mit hydraulisch angetriebenen Dickstoffpumpen

| Redakteur: Jörg Kempf

Angesichts steigender Energiekosten gewinnt die Nutzung von Methangas aus Biomasse zunehmend an Bedeutung. Dabei handelt es sich sowohl um nachwachsende Rohstoffe als auch um Rest- und Abfallstoffe. Beim Transport des Materials – z.B. in einen Gärreaktor oder in Fermentiertrommeln – setzt sich mehr und mehr die Förderung mit Dickstoffpumpen durch.

Firmen zum Thema

Der Annahmebehälter einer Biogasanlage enthält ganz unterschiedliche organische Abfälle.
Der Annahmebehälter einer Biogasanlage enthält ganz unterschiedliche organische Abfälle.
( Bild: Putzmeister )

Seit über 20 Jahren hat die Putzmeister Industrietechnik (PIT) Erfahrung in der Pumpförderung von biologischen Abfällen durch geschlossene Rohrleitungen. Da für den Transport verschiedene Pumpensysteme zur Verfügung stehen, können ganz unterschiedlich zusammengesetzte Materialien gefördert werden. Die möglicherweise im Biomüll enthaltenen Fremdkörper wie Messer, Porzellan, Flaschenverschlüsse, Plastikfolien oder Steine stören zwar den Vergärungsprozess, stellen jedoch für die Pumpförderung kein Hindernis dar. Die Fremdkörper können bis zu zwei Drittel des Rohrleitungsdurchmessers aufweisen, durch den sie gepumpt werden. Dabei kann die Konsistenz des Materials zwischen flüssig und trocken bis grobkörnig schwanken. Da bei der Pumpförderung der Transport durch hermetisch dichte Rohrleitungen erfolgt, werden eine Geruchsbelästigung und Verschmutzung der Umgebung – im Gegensatz zur Bandförderung und anderen offenen Transportsystemen – vermieden.

Brückenbildung vermeiden

Bei der Förderung von Biomassen und Speiseresten aus der Gastronomie oder Privathaushalten ist darauf zu achten, dass im Pumpensystem der Materialfluss nicht gestört wird. Andernfalls kann es zur Brückenbildung bis hin zur Verstopfung der Leitung kommen. Putzmeister empfiehlt deshalb für dieses Material den Einsatz von EKO-Einzylinder-Kolbenpumpen bzw. von KOS-Zweizylinder-Kolbenpumpen. Ventilgesteuerte Pumpen sind weniger geeignet, da es aufgrund des oft faserigen Biomülls an den Ventilstangen und Ventiltellern zu Verzopfungen kommen kann. Die Eckdaten der Fördersysteme wie maximaler Druck (bis zu 100 bar) sowie minimale bzw. maximale Pumpmenge, können innerhalb einer großen Bandbreite (2 bis 400 m3/h) an die Erfordernisse der Biogasanlage angepasst werden. Die Pumpen sind für 24-Stunden-Dauerbetrieb ausgelegt und erreichten bereits über 160 000 Betriebsstunden ohne nennenswerte Störungen.

Bildergalerie

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 276707)