Kammer-Filterpresse

Fest-Flüssig-Trennung bei Pressdrücken bis 100 bar

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Hocher Druck, niedrige Restfeuchte

Die Hochdruck-Kammer-Filterpresse von HD Filtertechnik erfüllt die Forderung nach hohen Fitrationsdrücken. Sie erreicht Pressdrücke von bis zu 100 bar. Mit der Presse werden bei hohen spezifischen Durchsatzleistungen kompakte trockene Filterkuchen produziert. Die geringe Restfeuchte im Filterkuchen, die in Einzelfällen bis zu zwei Prozent beträgt, schließen ein Anhaften am Filtertuch aus. Ein manuelles Eingreifen oder der Einsatz von Schaberelementen beim Filterkuchenaustrag ist nicht erforderlich.

Bedingt durch den hohen Filtrationsdruck können sehr dichte Filtertücher eingesetzt werden, so dass auch in der Anfangsphase kein Trüblauf eintritt und auf ein „Blankfahren“ des Filtrates verzichtet werden kann. Beim Einsatz der Presse für die zusätzliche Filterkuchenwäsche in der Presse wird bei gleicher Wascheffektivität rund 25 Prozent weniger Waschflüssigkeit benötigt und die Zeit für den Waschvorgang um rund 30 Prozent gegenüber anderen Druckfiltersystemen reduziert.

Der bisher anfallende sehr feine und teure Rückspülschlamm aus der Hartmetallproduktion mit einer durchschnittlichen Korngröße von 1,5 µm wurde einer außerbetrieblichen Aufbereitung zugeführt. Diese Möglichkeit der Wertstoffrückgewinnung ist wegen der langen Transportwege und des hohen Gewichtes, verursacht durch den großen Flüssigkeitsanteil, sehr kostenintensiv und unwirtschaftlich.

Aus der Praxis

Um diese hohen Kosten drastisch zu senken, gab es nur eine Möglichkeit: der anfallende Rückspülschlamm muss dem innerbetrieblichen Prozessablauf wieder zugeführt werden. Dies setzt voraus, dass ein Granulat oder Pulver mit einer sehr geringen Restfeuchte vorliegt. Thermische Verfahren scheiden aus Kostengründen von vorn herein aus. Als Lösung wurden konventionelle mechanische Filtrationssysteme getestet. Wegen der produktspezifischen Filtrationseigenschaften sind diese Druckfilter gescheitert. Der Filterkuchen war noch pastös bis fließfähig und somit als Lösung nicht akzeptabel.

Mit der Hochdruck-Kammer-Filterpresse von HD Filtertechnik konnten alle produktspezifischen Anforderungen erfüllt werden. Aus der Tabelle (siehe Bildergalerie) ist ersichtlich, dass Restfeuchten im Filterkuchen von zwei Prozent erreicht wurden. Aus der Tabelle ist auch ersichtlich, dass die unterschiedlichen Filterkuchendicken keinen Einfluss auf die Restfeuchte haben. Dies ist auf den hohen Pressdruck, der auf den Filterkuchen wirkt, zurückzuführen. Da die Filterkuchendicke bei dieser Presse variabel eingestellt werden kann, ist eine produktspezifische optimale Maschineneinstellung möglich.

In dem vorliegenden Fall konnte der anfallende kompakte Filterkuchen problemlos zerkleinert werden, so dass eine Rückführung der Wertstoffe in den Prozessablauf möglich war. Die Investition zur Lösung des Problems mithilfe der Hochdruck-Kammer-Filterpresse bedarf lediglich einer Amortisationszeit von etwa zwölf Monaten.

* Der Autor ist Geschäftsführer von HD Filtertechnik, Moers.

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