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Störfall in den USA

Evakuierung nach Explosionen in TPC-Werk

| Autor/ Redakteur: Alexander Stark / Wolfgang Ernhofer

In Texas hat sich ein massiver Störfall ereignet: Am Betriebsstandort der TPC Group in Port Neches gab es eine große Explosion. Eine zweite Explosion erschütterte die texanische Gemeinde 13 Stunden später.

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13 Stunden nach der ersten Explosion im TPC-Werk im Port Neches erschütterte eine zweite Explosion die texanische Gemeinde. (Symbolbild)
13 Stunden nach der ersten Explosion im TPC-Werk im Port Neches erschütterte eine zweite Explosion die texanische Gemeinde. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Port Neches/USA – Eine gewaltige Explosion im Chemiewerk von TPC in Port Neches hat zu weitreichenden Folgen für das Unternehmen sowie die Anwohner geführt. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren dem Betreiber zufolge 30 Personen auf dem Betriebsgelände. Trotz des Ausmaßes der Explosionen gab es keine Todesopfer. Drei Personen erlitten Brüche und Verbrennungen, konnten inzwischen aber aus der Behandlung entlassen werden.

Etwa 60.000 Menschen mussten aufgrund der Rauchentwicklung evakuiert werden. Das Werk produziert Petrochemikalien, die zur Herstellung von Gummi und Kunstharzen verwendet werden. Die flüchtigen organischen Verbindungen im Rauch der Explosion können zu Augen-, Nasen- und Rachenreizungen, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit führen, warnt die Umweltaufsichtsbehörde Texas Commission on Environmental Quality (TCEQ).

Der Vorfall ereignete sich an einem Tank mit verarbeitetem Butadien. Das Unternehmen konnte die Unfallursache zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmen. Unklar sei auch noch, wie sich das Unglück auf die betroffene Infrastruktur ausgewirkt hat und wie lange das Werk stillstehen wird.

Auf dem 218 Hektar großen Gelände werden Butadien und Raffinat produziert. Die kombinierte Produktionskapazität der Anlage beträgt mehr als 450.000 Tonnen pro Jahr. Die Explosionen wurden von zahlreichen Augenzeugen und Nachrichtenkanälen gefilmt. Anwohner berichten von massiven Zerstörungen an Wohnhäusern und einer Schule.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter der PROCESS-Redaktion.

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