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Vorzeigeprojekt EU unterstützt grünes Wasserstoffprojekt in Delfzijl

| Redakteur: Alexander Stark

Ein Konsortium aus Nouryon, Gasunie und vier weiteren Partnern erhält eine europäische Finanzhilfe in Höhe von 11 Millionen Euro für ihr geplantes grünes Wasserstoffprojekt in Delfzijl, Niederlande.

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McPhy wird seine Technologie zur alkalischen Elektrolyse einbringen, um erneuerbaren Strom in grünen Wasserstoff umzuwandeln.
McPhy wird seine Technologie zur alkalischen Elektrolyse einbringen, um erneuerbaren Strom in grünen Wasserstoff umzuwandeln.
(Bild: Nouryon)

Delfzijl/Niederlande - Das grüne Wasserstoffprojekt in Delfzijl ist ein Vorzeigeprojekt unter den aktuellen Wasserstoffinitiativen. Ziel ist die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen. Die Initiatoren des Projekts beschreiben ihr Vorhaben als einen bedeutenden Meilenstein beim Übergang zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft.

Die Förderung erfolgt durch das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH-JU), einer Kooperation der Europäischen Kommission und der Industrie, die die Entwicklung innovativer Wasserstofftechnologien unterstützt. Der 20-MW-Elektrolyseur, der von Nouryon und Gasunie betrieben werden soll, wäre der erste seiner Art, der in Europa in dieser Größenordnung realisiert wird.

Die anderen vier beteiligten Partner sind McPhy, das seine innovative alkalische Elektrolyse-Technologie zur Verfügung stellen wird, um erneuerbaren Strom in 3000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr umzuwandeln; Bio MCN, das den Wasserstoff mit CO2 aus anderen Prozessen kombinieren wird, um erneuerbares Methanol zu erzeugen, wodurch die CO2-Emissionen um bis zu 27.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden; Denora, ein Hersteller von Elektroden, einer Schlüsselkomponente der Elektrolyse-Technologie; und der Berater für nachhaltige Energie Hinicio.

Nouryon und Gasunie planen, im Jahr 2020 eine endgültige Investitionsentscheidung für die Anlage zu treffen. Parallel dazu untersuchen die beiden Unternehmen in einem Projekt mit einer anderen Partnern Möglichkeiten, die Elektrolysekapazität der Anlage von 20 auf 60 MW zu erhöhen. Dadurch soll es möglich werden, grünen Wasserstoff zur Herstellung von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff herzustellen.

Das Projekt wird auch durch zusätzliche 5 Millionen Euro an Subventionen aus dem Waddenfonds unterstützt, einem Fonds, der in Projekte in den nördlichen Niederlanden investiert.

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