Tablettenpressen reparieren

Ersatzteil oder Nachahmerprodukt – zwei Fallstudien bringen Klarheit

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Kleine Ungenauigkeiten, aber schwere Folgen

Ungenauigkeiten in den verwendeten Ersatzteilen von Drittanbietern können dazu führen, dass diese nicht optimal verbaut werden und keine zufriedenstellende Leistung im Produktionsbetrieb erbringen. Kleine Abweichungen in den Toleranzen der Ersatzteile bewirken in der Regel ein erhöhtes Spiel zwischen den Anlageteilen.

Das wiederum führt zum erhöhten Verschleiß sowie zu einer höheren Standardabweichung in der Tablettenqualität. Als Folge steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Produktionsausfall und entsprechenden Reparaturen kommt.

Zur Einhaltung einer gleichbleibenden Tablettenqualität muss stets eine Verunreinigung vermieden werden. Um dies zu gewährleisten, ist eine hohe Oberflächengüte unabdingbar.

Rückstände der vorherigen Produktion können an der oft raueren Oberfläche von Fremdteilen zurückbleiben und zu einer Untermischung führen. Eine raue Oberfläche reduziert auch die Leistung der Tablettenpresse. So kann es beispielsweise Einbußen im Fließverhalten des Produkts geben, welches die Rotorumdrehungszahl und den Tablettenausstoß verringert.

Einen weiteren Aspekt sollte der Betreiber nicht außer Acht lassen: Anwender können bei der Verwendung von Nachahmerprodukten auch nicht mehr auf den vollumfänglichen Service des Maschinenherstellers zurückgreifen. Bei der Verwendung von Ersatzteilen eines Drittherstellers erlöschen in der Regel die Gewährleistungsansprüche.

Aufgrund dieser Risikofaktoren und Folgeerscheinungen lautet die Empfehlung, Ersatzteile stets vom Originalhersteller zu beziehen.

* * Der Autor ist Produktmanager Global Customer Support, Fette Compacting GmbH. Kontakt: Tel. +49-4151-120

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