Entsorgung Entsorgungskonzept für brennbare Flüssigkeiten

Autor / Redakteur: Christian Völk / Anke Geipel-Kern

Ein neues, zertifiziertes Sicherheitsschrankkonzept erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen an aktives Lagern und vereinfacht die Entsorgung brennbarer Flüssigkeiten am Arbeitsplatz.

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Über die integrierte Rohrdurchführung kann der Anwender Lösemittel gefahrlos entsorgen.
Über die integrierte Rohrdurchführung kann der Anwender Lösemittel gefahrlos entsorgen.
( Bild: Düperthal )

Wer am Arbeitsplatz Lösemittelreste oder andere brennbare Flüssigkeiten sammelt, um diese später zu entsorgen, steht vor einem grundsätzlichen Problem. Herkömmliche Sicherheitsschränke sind in der Regel nicht für diese aktive Lagerung entwickelt, sondern nur für die Aufbewahrung fest verschlossener Kanister und Fässer (passive Lagerung). Sie erfüllen zwar die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung oder der Technischen Regeln für brennbare Flüssigkeiten (TRbF 20 Anhang L). Diese zielen aber lediglich auf die Lagerung in fest verschlossenen Gefäßen, aber nicht auf die Sammlung brennbarer Flüssigkeiten im Sicherheitsschrank.

Die Sicherheitsexperten von Düperthal haben deshalb gemeinsam mit dem TÜV Süd komplette Systeme konzipiert, die zur aktiven Lagerung brennbarer Flüssigkeiten in Fässern und Kanistern bestimmt und entsprechend zertifiziert sind.

Lösungen mit System

Neu ist jetzt das GS-zertifizierte Entsorgungssystem Active UTS S. Die Systemlösung besteht aus dem als Untertischlösung ausgeführten Sicherheitsschrank, integrierten Sicherheitskomponenten und einer eingebauten Lüftung.

Sicherheitsschrank

Der Untertischschrank entspricht den gültigen Labormöbelnormen DIN EN 14470-1 sowie DIN EN 14727 und besitzt eine Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten. Erst nach anderthalb Stunden also besteht die Gefahr, dass sich der Inhalt des Schranks entzündet.

Sicherheitskomponenten

Damit der Anwender die Sammelbehälter sicher von außen befüllen kann, verfügt der Sicherheitsschrank zur Medienzuführung über eine Rohrdurchführung mit einem Füllrohr aus Edelstahl (Durchmesser 22 Millimeter). Gibt es bauseitig im Laborabzug oder am Gefahrstoffarbeitsplatz bereits ein Entsorgungs- oder Trichtersystem, kann die Zuführung damit verbunden werden. Das Edelstahlrohr führt in den Schrankinnenraum und mündet direkt in einen Trichter oberhalb eines Kanisters, der eine Füllstandsanzeige besitzt. Der Sammelbehälter besteht aus leitfähigem Polyethylen, und der Trichter mit dem integrierten Flammendurchschlagsieb ist aus Edelstahl gefertigt. Um beim Befüllen statische Aufladungen zu verhindern, sind alle Metallteile serienmäßig mit den Potenzialausgleichslaschen an der Schrankrückseite verbunden. Die-se Maßnahme erfolgt gemäß BGR 132 und TRBS 2153 zur Vermeidung von Zündgefahren. Der leitfähige Poly-ethylenkanister ist ebenfalls über eine lösbare flexible Verbindung mit den Metallteilen verbunden.

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