Energiemanagement

Energiemanagement-System zur weiteren Effizienzsteigerung in der Faserproduktion

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Hohe Datenqualität macht komplexe Prozesse übersichtlich

Ziel des Projekts ist nämlich die Erhöhung der Datenqualität sowie die Verifizierung der Datenintegrität. Denn die Komplexität der Prozessabläufe ist hier unglaublich hoch, da es beispielsweise starke Verbrauchsschwankungen gibt. Schließlich entstehen durch den Chargenbetrieb einiger Verfahrensschritte nicht selten Schwankungen von bis zu 30 Tonnen Dampf und 10 MW elektrischer Leistung pro Stunde.

Durch die hoch aufgelöste Betrachtung der Energieflüsse auf Energiemanagement-Ebene sind die Fachleute in Lenzing nun in der Lage, vorausschauend auf die jeweiligen Bedarfsänderungen besser reagieren zu können. „Durch die genauen Informationen, zu welcher Zeit wie viel Dampf und Strom von welchen Prozessen benötigt wird, können wir den Gesamtwirkungsgrad der hier stattfindenden Energieerzeugung noch effizienter steuern“, versichert Karl Eder.

Die Installation und Inbetriebnahme des Energiemanagement-Systems hat Siemens im Rahmen seines Dienstleistungsangebots durchgeführt. Nach dem Leistungsverzeichnis von Lenzing wurden die Datenpunkte von den vorhandenen Messstellen in B.Data integriert.

In der Folge kann das Unternehmen nun ein vollautomatisches Berichtswesen nutzen und die Ergebnisse übersichtlich visualisieren. Ein wichtiger Punkt dabei ist auch die Darstellung der 15-Minuten-Stromverbrauchswerte, wie sie bei Energieversorgern üblich ist. Damit lassen sich Hüllkurven zeichnen, die den Energiebedarf eindeutig wiedergeben.

„Diese Möglichkeit bildet einen Schwerpunkt, von dem wir uns viele Vorteile im Hinblick auf künftige Energieeinsparungen versprechen“, ergänzt Wolfgang Hemetsberger. Gleichzeitig zeigt dieser – und natürlich viele weitere Punkte, wie die Mehrsprachigkeit von B.Data und die einfache Integration in Prozessleit- bzw. Visualisierungssysteme – den hohen Standardisierungsgrad der Energiemanagementlösung.

Karl Eder bestätigt: „Wir hatten viele andere Systeme einer Prüfung unterzogen – einschließlich einer möglichen Eigenentwicklung durch unsere hauseigene IT-Abteilung, sind aber letztendlich von den Vorzügen der Software von Siemens überzeugt worden.“

* R. Traxler ist Leiter des Business Segments Industry Automation Software, Energiemanagement-Systeme, Siemens AG Österreich, Linz. C. Schmidt ist Marketing Manager HMI und Energy Management, Industrial Automation Systems, Siemens AG in Nürnberg.

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