Jobverluste Energieintensive Industrie fährt Produktion zurück

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Folgen der Energiekrise zeigen sich in Teilen der Industrie noch immer deutlich. Besonders energieintensive Branchen produzieren weniger als vor gut vier Jahren und beschäftigen inzwischen deutlich weniger Menschen.

Hohe Energiepreise belasten energieintensive Branchen in Deutschland: Chemie, Papier, Glas und Metallerzeugung haben ihre Produktion deutlich zurückgefahren.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Hohe Energiepreise belasten energieintensive Branchen in Deutschland: Chemie, Papier, Glas und Metallerzeugung haben ihre Produktion deutlich zurückgefahren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Hohe Energiepreise haben in Deutschland zu einer geringeren Produktion und Jobverlusten in besonders energieintensiven Industriebereichen geführt. Der Produktionsrückgang in ausgewählten Branchen wie Chemie, Papier, Glas oder Metallerzeugung fiel mit 15,2 % seit Februar 2022 deutlich größer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 %, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte schließen den März dieses Jahres mit ein.

Mit dem Produktionsrückgang gingen etliche Arbeitsplätze verloren. Im März 2026 arbeiteten 794.400 Menschen in energieintensiven Branchen, 6,3 % weniger als im Februar 2022. Das entspricht einem Verlust von etwa 53.200 Stellen. Die Papierindustrie verlor anteilig am meisten (minus 8,6 %), gefolgt von der Metallerzeugung und -verarbeitung (minus 7,1 %).

Raffinerien legen zu

Eine Ausnahme bildet die Mineralölverarbeitung: Sie steigerte ihre Produktion um 24,6 % und schuf sogar 1000 neue Arbeitsplätze. Dort wurden insbesondere seit Januar 2026 deutliche Zuwächse verzeichnet.

Die energieintensiven Industriezweige benötigten im Jahr 2024 drei Viertel (75,6 %) der insgesamt in der Industrie verbrauchten Energie. Größter Verbraucher war die Chemie mit einem Anteil von 27,9 % vor der Metallerzeugung und -bearbeitung (23,7 %) und der Mineralölverarbeitung (10,7 %). Die wichtigsten Energieträger waren Erdgas mit einem guten Viertel (26,3 %), Mineralöl (21,0 %), Kohle (18,1 %) sowie Strom (15,2 %).

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