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Flüssigkeitsanalyse aus neuem Hause Endress und Hauser Conducta weiht neue Produktionsräume für Produktion von Flüssigkeitsanalyse ein

Redakteur: Frank Jablonski

Ein Neubau eines Produktionsgebäudes kann einige Jahre dauern, gerade, wenn es einige besondere Rahmenbedinungen gibt. Glücklich, wer in dieser Phase wirtschaftlich schlechte Zeiten übersteht und am Ende die neuen Kapazitäten zur Produktion von Geräten der Flüssigkeitsanalyse gut gebrauchen kann.

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Heiße (und sehr laute) Trommelrhythmen begrüßen die Gäste der Einweihungsfeier bei Endress und Hauser Conducta in Gerlingen. Im Hintergrund erkennt man die neuen Produktionshallen. (Bild: PROCESS)
Heiße (und sehr laute) Trommelrhythmen begrüßen die Gäste der Einweihungsfeier bei Endress und Hauser Conducta in Gerlingen. Im Hintergrund erkennt man die neuen Produktionshallen. (Bild: PROCESS)

Gerlingen - Normalerweise bestimmen in den Räumen in Gerlingen die Themen Flüssigkeitsanalyse die Gespräche. Doch statt über die in vielen Prozessen entscheidenden Messgrößen pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoff- oder Chlorgehalt zu diskutieren, recken sich die Hälse zur Begutachtung von Deckenarchitekturen und Anekdoten über kleine Baustellen-Pannen machen bei den geladenen Gästen die Runde. So soll es bei der Einweihung eines neuen Produktions- und Bürogebäudes schließlich auch sein.

So feierten am Dienstag dieser Woche rund 80 Gäste aus Industrie, Wirtschaft und Politik sowie den mit dem Bau betrauten Unternehmern die feierliche Eröffnung der neuen vier Wände von Endress und Hauser Conducta in Gerlingen. Im November 2007 mit dem Spatenstich begonnen, wurde in den umliegenden Räumen nie aufgehört zuarbeiten, bis zum Bezug der neuen Räume im Mai 2010.

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20.000 Quadratmeter Nutzfläche

Deutlich über 15 Millionen Euro hat das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren in die beiden Bauabschnitte investiert und verfügt nun am Standort Gerlingen insgesamt über etwa 20.000 Quadratmeter Nutzfläche. Neben den Produktions- und Büroflächen wurden ein neues Laborzentrum und ein Seminarzentrum in die Gebäude integriert. Im Obergeschoss nutzt die Gastgesellschaft gleich einmal die neuen Schulungs- und Veranstaltungsräume. Hier erläuterte Hausherr Manfred Jagiella das architektonische Konzept: "Der Innenhof verbindet als zentrales Element windmühlenartig sämtliche Gebäudeteile. Insgesamt ist der Neubau ausgelegt auf den erwarteten Bedarf im Jahr 2015." Doch Jagiella ist eben auch Fachmann in seiner Branche und erklärte auch, welche Art Produkte hier demnächst entstehen werden und welchen Anwendungsnutzen sie bringen: So finden sie Einsatz ebenso für Reinheitstest in der Abwassertechnik, als auch zur Sicherung der Bier-Qualität in Brauereien und zur Produktionsüberwachung in Fermentern der Pharmaindustrie. Mehr als 50.000 solcher Messumformer und etwa 300.000 Elektroden im pH-Bereich verlassen heute schon die Werkshallen in Gerlingen. Ein großer Teil der neuen Kapazitäten wird künftig auf die Produktion von Probennehmern entfallen, deren Nachfrage seit geraumer Zeit stark ansteigt, so Jagiella.

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