Electronic Marshalling Emerson erweitert Electronic Marshalling um eigensichere Module

Redakteur: Frank Jablonski

Die Technologie des elektronischen Rangierens von Emerson Process Management - genannt Charm - ist nun auch für Ex-Bereiche in einer eigensicheren Variante verfügbar.

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Travis Hesketh, Vizepräsident Wireless und PlantWeb Europa bei Emerson Process Management, erklärt die neuen Funktionen der eigensicheren Charm-Module. (Bild: PROCESS)
Travis Hesketh, Vizepräsident Wireless und PlantWeb Europa bei Emerson Process Management, erklärt die neuen Funktionen der eigensicheren Charm-Module. (Bild: PROCESS)

Die neuen eigensicheren CHARM-Module von Emerson Process Management bauen auf der Technologie des elektronischen Rangierens („Electronic Marshalling“) und der Einzelkanal-CHARacterisation-ModuleS (CHARMs) auf. Electronic Marshalling mit CHARM-Modulen ist eine Hauptkomponente der „E/A nach Bedarf“-Strategie von Emerson, die Lösungen für alle E/A-Rangiermöglichkeiten bietet: Punkt zu Punkt, Bustechnologie und Wireless.

"Die Verfügbarkeit von eigensicheren CHARM-Modulen ermöglicht Einsparungen beim Systemdesign, reduziert die Installationskosten und vereinfacht die Instandhaltung", erklärt Travis Hesketh, Emerson Process Management. Zusätzlich zu diesen Vorteilen von Electronic Marshalling stehen nun eigensichere Schaltungen für die Feldverkabelung in Ex-Bereichen, einschließlich der Zone 1, Zone 0 oder Class 1 Div. 1, zur Verfügung.

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Wenig Platzbedarf

E/A in Ex-Bereichen erfordern gewöhnlich eine explosionsgeschützte Montage bzw. Trennbarrieren. Diese Ansätze sind kostspielig, erfordern Platz für zusätzliche Barriere- und Abschlussschränke und bedingen permanente Wartungsmaßnahmen, um die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten. Eigensichere CHARM-Module reduzieren den Platzbedarf und eliminieren den Bedarf für separate Barrieren und die damit verbundene schrankinterne Verkabelung. Geringerer Platzbedarf und deutlich weniger Anschlüsse erhöhen wiederum die Zuverlässigkeit der Installation und ermöglichen beträchtliche Kosteneinsparungen.

Die DeltaV CHARM I/O Card (CIOC) unterstützt sowohl herkömmliche als auch eigensichere CHARM-Module und bietet damit Flexibilität für die E/A-Topologie des Leitsystems. Die E/A kann mit Hilfe standardgemäßer Ethernet-Hardware überall dort hinzugefügt werden, wo sie benötigt wird. Jeder E/A-Kanal verfügt über ein eigenes CHARM-Modul, das für eigensichere Anwendungen sowohl die Signal-Charakterisierung (Kanaltyp) als auch eine galvanische Trennung ermöglicht.

Die in den CHARM-Modulen integrierten eigensicheren Barrieren begrenzen auftretende Fehler auf einen einzelnen Kanal und dienen als elektrische Trennung und Energie begrenzende Schaltung, die der IEC-Zulassung Ex ia entspricht. Zu den Signaltypen eigensicherer CHARM-Module gehören IS AI 4-20 mA Hart, IS AO 4-20 mA Hart, IS DI Namur und IS DO 24 VDC.

Kurze Projektlaufzeiten

„Electronic Marshalling versetzt Systementwickler in der Prozessfertigungsbranche in die Lage, Projektlaufzeiten zu verkürzen, Änderungen zu einem späten Zeitpunkt im Projektzyklus durchzuführen, Ausrüstungen und Schränke einzusparen sowie die E/A- und Rangierverfahren für den Prozess signifikant zu vereinfachen“, sagt Hesketh. „Die Verfügbarkeit von eigensicheren CHARM-Modulen erweitert diese Flexibilität und Einsparungen auf einige der schwierigsten Prozessumgebungen, in denen Flexibilität und Zuverlässigkeit zweifellos am meisten gefragt sind.“ Electronic Marshalling kann zwei Drittel der Kabel und Anschlüsse einsparen, die in herkömmlichen Rangierschränken erforderlich sind.

Die Integrität der Einzelkanal-Technologie verbessert die Anlagenverfügbarkeit und vereinfacht die Entwicklung und Implementierung von Projekten, sind die Experten von Emerson überzeugt. Die CHARM-Technologie soll zudem die Flexibilität bei der Zuweisung von E/A-Typen in bedeutendem Maße erhöhen, beispielsweise für Änderungen zu einem späten Zeitpunkt im Projektzyklus, während der Inbetriebnahme, während des laufenden Betriebs oder in temporären Installationen. Gleichermaßen kann der Anwender den Einsatzort der E/A, beispielsweise in einem Geräteraum, an externen Standorten, in Ex-Bereichen oder unter extremen Umgebungsbedingungen, flexibel bestimmen.

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