Anbieter zum Thema
Moderne Technik erschließt neue Anwendungen
Modernen berührungslosen Messprinzipien wie Ultraschall und Radar (s.u.) steht die Tür zu zahllosen Anwendungen offen. Sie meistern heute Aufgaben, die in der Vergangenheit unlösbar schienen. Doch haben selbst diese beiden modernen Technologien neben ihren Vorteilen für manche Anwendungen auch Einschränkungen.
Ultraschall ist und bleibt aufgrund seiner niedrigen Kosten, hohen Leistungsfähigkeit und zugelassenen Funkstandards die bevorzugte Technologie für Anwendungen im freien Feld oder in offenen Behältern. Die Technologie lässt sich überall dort einsetzen, wo normale Bedingungen (Temperaturen bis 100 °C, Druck max. 3 bar, Messbereich bis 20 m) herrschen und Luft als Übertragungsmedium vorhanden ist: in Schüttgütern und Flüssigkeiten. Füllguteigenschaften wie Di-elektrizitätskonstante, Dichte oder Feuchtigkeit beeinflussen die Messung nicht. Ultraschallfüllstandmessungen sind nach wie vor erste Wahl im Wasser-/Abwasser-Markt und bei klassischen Schüttgutanwendungen in Kies- und Schotterwerken. Der Erfolg der Ultraschallfüllstandmesser von Siemens basiert einerseits auf den zahlreichen störungsfreien Applikationen im Feld und andererseits auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Technologie.
Die Zahl der Füllstandmessungen von Schüttgütern und Flüssigkeiten wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Einer der Gründe dafür ist die zunehmend automatisierte Bestandskontrolle von Silo- und Tankanlagen. Mit dem Remote-Datenmanager Sitrans RD500 und dem Ultraschall-Füllstandmesssystem Sitrans LU bietet Siemens auch für diese Anforderungen eine maßgeschneiderte Lösung mit Fernüberwachung, die zudem bei ganz unterschiedlichen Gütern einsetzbar ist, z.B. in Silos für Kunststoff-Pellets oder Mehl. Die automatisierten Messungen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern sparen auch Zeit und Geld.
Die Grundstoffindustrie zählt zu den zufriedensten und treuesten Kunden der Ultraschallgeräte. Kein Wunder, in vielen Grundstoffwerken arbeitet die Produktfamilie Sitrans L seit zwei Jahrzehnten problemlos auch unter rauesten Umgebungsbedingungen: Durch die Trennung von Auswerteeinheit und Sensor bietet das Gerät speziell unter schwierigen Bedingungen wie Staub und Vibrationen gegenüber anderen Messverfahren weitere entscheidende Vorteile.
Ein zusätzlicher Benefit ist die Rückwärtskompatibilität der Geräte. Selbst nach 20 Jahren kann ein Anwender beispielsweise bei einem Defekt des Messumformers diesen einfach austauschen, die Sensoren können weiter verwendet werden: Drähte anschließen, fertig. Die Kostenersparnis liegt bei mehreren Hundert Euro, bei typischen Mehrkanalsystemen mit acht bis zehn Sensoren fällt sie entsprechend höher aus; von den Einsparungen bei Installation und Kabelverlegung ganz zu schweigen. Im Hinblick auf die Total Cost of Ownership (TCO) ist das auf den ersten Blick kostengünstigste Gerät über den ganzen Lebenszyklus hinweg eben nicht immer das beste, sprich wirtschaftlichste.
(ID:23165200)