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Grünes Gas Ein Beweis für die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Strom aus fluktuierenden Quellen wie Sonne und Wind langfristig zu speichern, ist eine der Herausforderung der Energiewende. Power-to-Gas-Anlagen können Strom zur Elektrolyse nutzen und Wasserstoff herstellen, das wiederum zu Methan weiterverarbeitet werden kann. Dieses „grüne Gas“ kann im bestehenden Erdgasnetz uneingeschränkt genutzt werden. Das EU-Projekt Store & Go tritt nun den Beweis an, dass die Technologie wirtschaftlich einsetzbar ist.

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Die Uniper Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen
Die Uniper Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen
(Bild: Uniper Energy Storage)

Falkenhagen – In den Projekt wurde nun der Grundstein für eine Methanisierungsanlage von einem Megawatt Leistung gelegt, die eine bereits erfolgreiche Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im brandenburgischen Falkenhagen erweitert.„Power-to-Gas-Technologien und Erdgasinfrastruktur sind unverzichtbare Elemente der Energieversorgung der Zukunft für Deutschland und Europa“, unterstreicht Professor Thomas Kolb vom Engler-Bunte-Institut und der DVGW-Forschungsstelle am Karlsruher Institut für Technologie.

Die neue Anlage nutzt einen am KIT entwickelten katalytischen Wabenreaktor für die flexible, bedarfsorientierte Methanisierung. Die bei der Umwandlung erzeugte Wärme wird in einem nahegelegenen Furnierwerk genutzt. Die Anlage errichtet und betreibt das Energieunternehmen Uniper gemeinsam mit Thyssenkrupp Industrial Solutions, dem Deutschen Verein des Gas-und Wasserfaches (DVGW) und dem KIT. Das KIT begleitet das Projekt über die geplante 24-monatige Betriebsphase wissenschaftlich. Die DVGW-Forschungsstelle übernimmt die Gesamtkoordination des europäischen Projekts Store & Go.

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