Trinkwasser-Versorgung

Effiziente Anlagenüberwachung durch redundante Vernetzung

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Um die hohen Ambitionen in puncto Verfügbarkeit zu erfüllen, wurde eine redundante Netzwerkstruktur auf Basis von Gigabit-Glasfasertechnik projektiert. „Mit den Gigabit Modular Switches von Phoenix Contact haben wir eine Lösung gefunden, die unseren Redundanz-Anforderungen optimal genügt, erläutert Martin Ramming, Technischer Betriebsleiter bei der Reckenberg-Gruppe. „Neben den Geräteeigenschaften waren die technische Beratung sowie der bedarfsgerechte Vor-Ort-Support für uns wesentliche Entscheidungskriterien.“

120 Kilometer Glasfaser-Leitungen

Zur Überwindung der erheblichen Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen werden Singlemode-Glasfasern genutzt. Für den Aufbau des Netzwerks sind rund 120 Kilometer Glasfaser-Leitungen wirtschaftlich in Pflügetechnik verlegt worden. Entsprechend der geografischen Anordnung von Station und Kabeltrassen teilen sich die unterschiedlichen Bauwerke auf vier Segmente auf, die jeweils in Ringtopologie ausgeführt sind. Auf diese Weise stehen bei einem Leitungsausfall alternative Datenpfade zur Verfügung. In der Leitwarte des Wasserwerks Wassermungenau treffen die Glasfaserringe in einem Hauptring zusammen, an den die prozessführenden Server der Leitebene angeschlossen sind.

Die installierten Gigabit Modular Switches erlauben die Projektierung redundant vermaschter Topologien. So lassen sich mehrere unterlagerte Ringe mit schneller automatischer Redundanz-Umschaltung realisieren und die Netzwerkstruktur damit optimal an die geografischen Gegebenheiten des Zweckverbands anpassen. Alternative Datenpfade werden automatisch erkannt und bei Bedarf aktiviert.

Eine besondere Konfiguration der Ring-Ports ist nicht notwendig. Für die Reckenberg-Gruppe sind die Wartungseigenschaften der verbauten Komponenten ebenfalls wichtig, da das technische Personal zahlreiche Geräte und Systeme betreuen muss. „Bei den Gigabit Modular Switches schätzen die Mitarbeiter die auf den Anwender zugeschnittene Inbetriebnahme sowie den einfachen Gerätetausch über den steckbaren Konfigurationsspeicher“, berichtet Martin Ramming.

Vorbeugende Installation eines redundanten Leitrechners

Das leistungsfähige Gigabit-Netzwerk eröffnet der Steuerungs- und Prozessleittechnik neue Möglichkeiten. Während sich die Laufzeiten von Telegrammen oder Stellbefehlen früher teilweise im Minutenbereich bewegten, betragen sie im Gigabit-Netzwerk nur wenige Millisekunden. Durch die Erfassung der Daten in Echtzeit lassen sich nun auch standortübergreifende Steuerungen umsetzen. Der Vergleich der Ab- und Zuflussmengen zweier Standorte gestattet beispielsweise den Aufbau einer Rohrbruch-Erkennung, auf die das Leitsystem dann umgehend reagieren kann.

Die redundante Netzwerktopologie bietet dem Zweckverband die kommunikationstechnische Basis, um eine hohe Verfügbarkeit des Leitsystems sowie der bedienten Prozesse sicherzustellen. Mehr auf der nächsten Seite.

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