100 Jahre Rota Yokogawa Durchflussmessung seit einhundert Jahren aus einer Hand

Redakteur: Frank Jablonski

Zum 100. Jahrestag weiht Rota Yokogawa am Standort Wehr in Baden-Württemberg eine neue Produktionshalle ein und feiert mit Vertretern des Mutterkonzerns, Vertretern der Politik und nicht zuletzt den eigenen Mitarbeitern das außergewöhnliche Jubiläum.

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Wehr - Zwei Weltkriege und verheerende Wirtschaftskrisen hat das Unternehmen Rota in seiner Geschichte überlebt. In Aachen gegründet, zog das Unternehmen vom Stammhaus nach Wehr, in die Nähe des Baseler Chemiedreiecks. Aus der Not geboren, ging es am neuen Standort schnell wirtschaftlich bergauf. In den Fünfziger Jahren wurde Rota dann geteilt. Die zwei Schwestern Rota Yokogawa mit dem Bereich Durchflussmessung und die Verpackungstechnik produzieren hier auch heute noch.

Nachdem Andreas Dobratz, Geschäftsführer der Rota Yokogawa, die Anwesenden in einem eigens errichteten Festzelt begrüßt hat, übergibt er das Wort an den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Mitglied im Landtag, Richard Drautz. Dieser bedankt sich in seiner Festrede für die Investitionen in den Standort in den letzten 15 Jahren. Auch in den nächsten Jahren soll in zweistelliger Millionenhöhe in den Standort Wehr und die Produktion der Schwebekörper- und Coriolis-Duchflussmesser investiert werden.

Gemeinsam mit weiteren hochrangigen Vertretern eigens aus der Zentale in Japan angereist, beschreibt Satoru Kurosu, Vice-President des Geschäftsbereichs Industrial Automation, den Erfolg den Rota Yokogawa in den letzten Jahren erfahren hat, mit einer führenden Position bei den fünf produzierten Messprinzipien und weiteren Produkten für die Prozessautomatisierung: „Mein Dank gilt dabei den anwesenden Mitarbeitern für die hohe Qualität der weltweit vertriebenen Produkte. Ich wünsche Ihnen und uns, dass dies auch die nächsten einhundert Jahre so bleibt.“

Noch eher im Säuglingalter und doch schon in voller Nutzung ist die neu eingeweihte Produktionshalle, in der bereits seit Juli verschiedene Durchflussmessgeräte produziert und kalibriert werden. Das nach dem Schwebekörper-Prinzip messende Rotameter startete die kontinuierliche Messung: „Der Rotameter läutete vor 100 Jahren die moderne Durchflussmessung ein.“ sagt dann auch Andreas Dobratz, Geschäftsführer von Rota Yokogawa stolz. Um 40 Prozent erweitere der Neubau die Flächen. Dabei finden sich unter einem Dach die verschiedenen notwendigen Fertigungsverfahren, die unterschiedlichen Messgeräte, wie eine vollautomatisierter Schweißroborter oder eine Anlage zum Hochtemperaturlöten - eine Kernkompetenz für das Fertigen der spannungsempfindlichen Coriolis-Durchflussmessgeräte. Der Schweißroboter kann dabei mehr als 500 Varianten voll automatisiert fertigen.

Die Verlässlichkeit der deutsch/japanischen Zusammenarbeit betont Kurosu in seinem Statement vor der Presse und sagt, dass das Unternehmen „noch einiges an Innovationen vorhabe, speziell auch im Bereich der Coriolis-Durchflussmessung.“

Weitere Meilensteine in der Entwicklung waren dann im Jahr 1991 die erste Zusammenarbeit mit Yokogawa, die erste Serie des RotaMass, der das Coriolis-Durchflussmessprinzip nutzt. Magnetisch induktive Durchflussmesser wurden 1996 ins Programm aufgenommen, mit enger Abstimmung mit dem Headquarter wurde diese Produktlinie im Jahr 2006 ausgebaut.

Doch die Geschichte ist für Geschäftsführer Dobratz nur Sprungbrett, um über die Zukunft und neue Lösungen aus dem Bereich der Instrumentierung zu sprechen. Und in diesem Zuge die neuen Entwicklungen vorzustellen, wie einen SIL2 fähigen Rotameter oder die in einem Box-in-Box-Design hergestellten Messinstrumente. Hintergrund hier ist, dass Scherkräfte, Druckkräfte oder Zugkräfte sowie Torsion die Ermittlung eines exakten Messwerts gefährden. Das neue System entkoppelt von diesen Störgrößen und bietet so eine optimale Messung in den unteren Messbereichen. (Genauigkeit des RotaMasss: +/-0,1% v.M. bei Flüssigkeiten und +/- 0,5% bei Gasen)

Für Entwicklungen wird mittlerweile das gesamte Netzwerk des Unternehmens genutzt, beispielsweise auch bei der Entwicklung neuer Kommunikationswege. So kann Yokogawa insgesamt auch in den kommenden Jahren Ihre Kern-Bereiche Chemie/Petrochmie sowie Öl-/Gasindustrie weiter mit Messgeräten aus deutsch/japanischer Zusammenarbeit beliefern.

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