Vakuumpumpen Druckluftbetriebene Vakuumpumpen – Schüttgut energiesparend fördern

Autor / Redakteur: Thomas Ramme / M.A. Manja Wühr

Pulver, Stäube und Granulate können durch Vakuum sicher und produkt-schonend transportiert werden. Doch aufwändige Installation und Wartung sowie hoher Energieverbrauch im Betrieb lassen häufig vor Vakuumfördersystemen zurückschrecken. Mehrstufige, druckluftbetriebene Vakuumpumpen können eine Alternative sein.

Anbieter zum Thema

Inex-Vakuumförderer zur Beschickung eines Reaktors
Inex-Vakuumförderer zur Beschickung eines Reaktors
(Bild: Volkmann)

Sollen Siebe, Mischer oder Reaktoren sicher mit Pulvern, Stäuben, Granulaten oder anderen Schüttgütern beschickt werden, bietet sich die produktschonende Förderung per Vakuum an. Herzstück der Saug- bzw. Vakuumförderer von Volkmann sind die mehrstufigen, druckluftbetriebenen Multijector-Vakuumpumpen. Mit ihnen lassen sich viele verschiedene Schüttgüter saugen, da diese Pumpen sowohl hohe Saugluftmengen (Flugförderung) als auch ein Vakuum von bis zu 910 mbar Unterdruck (Pfropfenförderung) produzieren können.

Die Steuerung erfolgt ebenfalls pneumatisch, sodass die Saugförderer problemlos in alle relevanten Staub- und Gas-Ex-Zonen betrieben werden können. Ergänzend steht ein Intertisierungssystem zur Verfügung. Falls nicht nur der Transport von A nach B, sondern dieser in vorgegebenen Mengen stattfinden soll, kann der Saugförderer zusätzlich mit einem Wägemodul ausgestattet werden. Dieses Conweigh (Conveying & Weighing) System wird z.B. zum Befüllen von Säcken oder beim rezepturgerechten Beschicken von Mischern eingesetzt.

Energieverbrauch im Blick

Multijectoren bauen das benötigte Vakuum schnell auf und wieder ab. Dieser getaktete Betrieb harmoniert mit der diskontinuierlichen Förderung, da der Abscheidebehälter zyklisch befüllt und entleert wird. Während der Entleerzeiten ist der Energiebedarf gleich null. Elektrische Vakuumerzeuger hingegen müssen kontinuierlich arbeiten und verbrauchen auch während der Entleerphase Energie, sodass sie beim Energieverbrauch häufig schlechter abschneiden. Hinzu kommen der höhere Anschaffungspreis, die wesentlich aufwändigere Installation durch Ventile, lange Vakuumleitungen, Baugröße, Gewicht sowie Wärmeentwicklung, die Kosten für Wartung und die bei elektrisch/mechanischen Vakuumpumpen schwierig und nur mit Zusatzkosten zu lösende Ex-Problematik. Deswegen werden diese Pumpen auch nur Fallweise eingesetzt.

Aber die rein pneumatisch arbeitenden Multijectoren schlagen mechanische Pumpen auch noch in weiteren Bereichen: Über den Betriebsdruck und Druckluftvolumenstrom lässt sich die Förderleistung anwendungsspezifisch und energiesparend regulieren. Durch das Funktionsprinzip ergibt sich ein geräuscharmer Betrieb, insbesondere im Vergleich mit elektrischen Vakuumpumpen. Da die Vakuumerzeuger keine rotierenden Teile besitzen, benötigen sie keine Schmierung und Wartung und entwickeln im Betrieb auch keine Wärme.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:35402960)