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Digitalisierungskonzept

Do-it-yourself-Digitalisierung in der Prozessindustrie? So gelingt’s

| Redakteur: Nadine Oesterwind

Reda Mostafa, Business Development Director von PTC, präsentiert ein Modell zur digitalen Transformation in Eigenregie der Unternehmen.
Reda Mostafa, Business Development Director von PTC, präsentiert ein Modell zur digitalen Transformation in Eigenregie der Unternehmen. (Bild: PTC)

Digitalisierung in Eigenregie der Unternehmen bietet neuen Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Abläufen in der Prozessindustrie. Reda Mostafa, Pre-Sales Business Director von PTC, erklärt auf dem Smart Process Manufacturing Kongress die notwendigen Maßnahmen für diese digitale Transformation und stellt das Asset Life Cycle Data Modell vor.

Würzburg – Da die Prozessindustrie eine sehr kapitalintensive Branche ist, tut sie sich schwer mit neuen Geschäftsmodellen und der digitalen Transformation. Die Herausforderung besteht vor allem darin, dass viele Daten in diesem Industriezweig außerhalb der Prozessleitsysteme kaum maschinenlesbar vorkommen und diese nur selten systemübergreifend konsolidiert werden. Zurückzuführen ist dies auf die fehlenden Vernetzung und Integration.

Ein einheitliches Datenmodell als Basis für Do-it-yourself Digitalisierung – welche Vorteil sich aus diesem Konzept für Unternehmen ergeben, erklärt Reda Mostafa in seinem Vortrag auf dem Smart Process Manufacturing Kongress (24. und 25. September 2019, Würzburg). Das Asset Life Cycle Data Modell von PTC betrachtet Unternehmen ganzheitlich und setzt dabei alle Daten – seien es die der untersten Steuerungsebene oder Informationen aus dem MES bzw. ERP – in einen Kontext. Aufgrund der Basisarbeit in der Datenmodellierung und Architekturkonzeption ist eine Vielzahl von Anwenderbeispielen der Digitalisierung möglich.

Event-Tipp der Redaktion Erleben Sie auf dem 3. Smart Process Manufacturing Kongress (SPM) am 24. und 25. September in Würzburg zukunftsweisende Impulse sowie lösungsorientierte Best Practices zum Thema Digitalisierung in der Prozessindustrie. Von Digitalem Engineering, über Data Analytics und Predictive Maintenance, Virtual und Augmented Reality bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Blockchain in der Chemie oder Pharmaindustrie - auf diesem Kongress tauscht sich die Community der Prozessindustrie aus. Hier erhalten Sie Orientierung, Ideen und Lösungsvorschläge.

Als Basis dienen bestehende und in der Entwicklung befindliche Standards, die mit einer IIoT-Plattform verknüpft werden. Das Datenmodell beschreibt dabei die Grundstrukturen, und die IIoT-Plattform schafft die Verbindung zur realen Welt der Automatisierungspyramide und der Anlage. Die Vorteile resultieren aus der rollenspezifischen Aufbereitung der Informationen. Mögliche Folgen wären eine effiziente Steigerung der täglichen Arbeit und eine schnellere Entscheidungsfindung. In manchen Fällen werden Workflows direkt angesteuert, um Prozesse bzw. Aktivitäten über Systemgrenzen hinweg automatisiert zu steuern.

Für unterschiedlichste betriebliche Anforderungen erstellt die Plattform auf der Basis der Architektur des Modells einfach und ohne aufwändige Programmierung Anwendungen (Apps). Ziel ist dabei die Unterstützung durch die App bei gängigen Möglichkeiten, wie Dashboards auf PC oder Tablets, mobile Endgeräte und auch als Augmented Reality (AR)-Anwendungen auf Hololens oder anderen optischen Geräten. Wie dies in der Praxis vereinzelt abläuft, erklärt Mostafa anhand verschiedener Kundenbeispiele.

Erfahren Sie, wie die Aggregation von Daten wertvolle Einblicke in die Abläufe der Anlagen gewährt. Dies ist nützlich für die Untersuchung von Anomalien und trägt u.a. auch zur Einsparung von manuelles Schritte der Ursachenforschung bei. Die Mittel der Digitalisierungen ermöglichen somit eine schnelle und flexible Bereitstellung der Informationen für den Anwender. Das angestrebte Ideal ist dabei eine Informationsübertagung in Echtzeit.

Ihre Meinung ist gefragt!

UMFRAGE
Wie sehen Sie die Unternehmen der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie beim Thema Digitalisierung aufgestellt?
Sechs von zehn Deutschen glauben, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung Nachholbedarf hat. Dies geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des Vodafone Instituts hervor. Wie sehen Sie die Unternehmen der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie beim Thema Digitalisierung aufgestellt?

Der Zug ist bereits abgefahren. Andere Nationen haben uns längst überholt und es wird sehr schwer bis unmöglich, das wieder aufzuholen.

Die Bedenken sind berechtigt, es wird höchste Zeit etwas zu tun. Noch ist aber Zeit das Ruder rumzureißen.

Da ist mir zu viel Panikmache dabei. Wir sind auf einem guten Weg.

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