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Modulare (Pharma-)Anlage

Die Pharma-Produktion der Zukunft: Biologicals aus dem Fermenter-Baukasten

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Module müssen nicht klein sein: Test eines Prozess-Skid für eine europäische Pharma-Firma in Salzburg.
Module müssen nicht klein sein: Test eines Prozess-Skid für eine europäische Pharma-Firma in Salzburg. (Bild: Bilfinger Industrietechnik Salzburg)

Der Trend zu immer kleineren Produktionschargen fordert ein Neudenken der Pharma-Produktion – Goodbye, Blockbuster: Biosimilars und personalisierte Medizin sind die bestimmenden Themen der Branche. Doch der Trend zu kleineren Produktionsgrößen und Mehrproduktfähigkeit geht auch am Anlagenbau nicht vorbei. Neben Disposables und Single-Use-Reaktoren im Plastikbeutel setzten Betreiber besonders auf modulare Anlagenkonzepte. Und ein Industriedienstleister mischt bei der Baukasten-Produktion ganz vorne mit …

Big-Pharma steht vor einer Zeitenwende: Statt einer One-size-fits-all-Lösung mit volumenstarken Blockbuster-Produkten soll die Arznei der Zukunft maßgeschneidert für den Patienten daher kommen. Auch wenn das Konzept der „Personalisierten Medizin“ noch Interpretationsspielraum bietet, versprechen individualisierte Behandlungsmethoden, ob als Immun- und Stammzellen- therapien oder sog. „named-patient“-Therapien für registrierte Patienten, ganz neue Möglichkeiten.

Auch der ungebrochene Boom von Biomsimilars, also Folgeprodukten für Biopharmazeutika, deren Patentschutz erloschen ist, machen neue Produkte verfügbar.

Noch individueller auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten – dieses verheißungsvolle Versprechen der Pharma-Giganten hält für die Anlagenbauer große Herausforderungen bereit. Immer spezialisiertere Produkte und geringere Volumina geben den Prozessingenieuren manch harte Nuss zu knabbern.

Pharmafirmen und Ausrüster in Europa müssen sich im Rekordtempo auf diese Anforderungen einstellen, wenn sie ein Stück vom Markt für personalisierte Medizin abhaben wollen. Schließlich wird das Massengeschäft mit Generika und Co. längst anderswo gemacht.

Verpasst die Pharmaindustrie den digitalen Anschluss?

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Verpasst die Pharmaindustrie den digitalen Anschluss?

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Höchste Zeit also, die Pharmaproduktion neu zu denken, meinen Experten: Kostendruck und kleine Produktionschargen lassen die Hersteller Leistungen outsourcen und auf kleine Kompaktanlagen zurückgreifen. Gerne auch aus vorgefertigten Modulen zusammengestellt und bereits montiert auf die Baustelle geliefert.

Solche Anlagen entwirft, plant und fertigt Bilfinger schon jetzt in sogenannter Skid-Bauweise bei seiner Tochter Bilfinger Industrietechnik Salzburg in Österreich. Das Unternehmen mit 500 Mitarbeitern konnte in den vergangenen Jahren bereits mit Umsatzsteigerungen von nahezu 100 % glänzen.

Ein Industriedienstleister als Anlagenspezialist

Aber Halt: Ein führender Instandhaltungs-Spezialist und Industriedienstleister als Pharma-Anlagenbauer? Tatsächlich begann die heutige Bilfinger Industrietechnik Salzburg 1954 als Rohr- und Heizungsbau Gesellschaft (ab 1955 Österreichische Rohrbau und Teil von Mannesmann). Knappe zehn Jahre später wurden als Mannesmann Anlagenbau Austria (später MAB) erste Projekte für die österreichische Pharmaindustrie übernommen.

Ergänzendes zum Thema
 
Edelstahl hat (noch) großes Potenzial

Seit 2009 gehören die Salzburger zum Bilfinger-Konzern und tragen mit maßgeschneiderten Skid-Anlagen und Rohrleitungsspools für Biotechnologie, Pharma-Prozesse, aber auch die Halbleiterfertigung oder die Energieversorgung zum Geschäftsfeld Engineering & Technologies bei.

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