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Marktdaten Bioethanol 2019 Deutsche Hersteller reduzieren Produktion von Bioethanol

Redakteur: MA Alexander Stark

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) hat die Marktdaten 2019 zu Produktion und Verbrauch von zertifiziert nachhaltigem Bioethanol veröffentlicht. Die für Kraftstoffanwendung genormte deutsche Bioethanolproduktion verringerte sich im vergangenen Jahr auf 542.699 Tonnen - das sind 12,8 % weniger als im Vorjahr.

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Aktuell geht die Nachfrage nach Bioethanol zur Beimischung in Benzin in ganz Europa deutlich zurück.
Aktuell geht die Nachfrage nach Bioethanol zur Beimischung in Benzin in ganz Europa deutlich zurück.
(Bild: BDBe)

Berlin – Den aktuellen Marktdaten des Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft zufolge bewegte sich der Absatz von Bioethanol 2019 sich annähernd auf Vorjahresniveau, wobei der Marktanteil von Super E10 mit 13,7 % um knapp einen Prozentpunkt gestiegen ist. Dennoch verringerte sich die Produktion um 12,8 %.

In einem 2019 insgesamt wieder leicht ansteigendem Kraftstoffmarkt, in dem mit 18,0 Millionen Tonnen etwa ein Prozent mehr Benzin abgesetzt wurde als im Vorjahr (2018: 17,8 Millionen Tonnen), verringerte sich der Verbrauch von Bioethanol, das den Benzinsorten Super E10, Super Plus und Super (E5) beigemischt bzw. zur Herstellung von ETBE (Ethyl-tertiär-butylether) verwendet wird, leicht auf knapp 1,16 Millionen Tonnen. Zur ETBE-Erzeugung wurden knapp 88.000 Tonnen Bioethanol und damit rund 20 % weniger als im Vorjahr eingesetzt. Hingegen ist der Marktanteil der Benzinsorte Super E10 mit bis zu 10 % Anteil Bioethanol von 12,9 % auf 13,7 % gestiegen. Die Absatzmenge betrug mit 2,46 Millionen Tonnen über 6 % mehr als im Vorjahr (2018: 2,31 Millionen Tonnen).

Bioethanolanteil am Bezinverbrauch
Bioethanolanteil am Bezinverbrauch
(Bild: BDBe)

Insgesamt betrug der Anteil von Bioethanol in den Benzinsorten Super Plus, Super (E5) Super E10 und ETBE damit 6,1 %. Im Jahr 2018 lag er noch bei 6,3 %.

Die heimische Produktion von Bioethanol zur Beimischung für Kraftstoffanwendungen sank um 12,8 % auf knapp 543.000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr mit einer Produktionsmenge von 622.232 Tonnen bedeutet dies einen deutlichen Rückgang. Die Gründe hierfür lagen unter anderem an einer Anpassung der Produktion an die anspruchsvollen Marktbedingungen zum Jahresbeginn 2019, die durch eine schwächere Nachfrage sowie volatile und sinkende Preise für Bioethanol gekennzeichnet waren.

Aktuell geht die Nachfrage nach Bioethanol zur Beimischung in Benzin in ganz Europa deutlich zurück, weil auch fossile Kraftstoffe wegen der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen weniger gefragt sind. Gleichzeitig stellte der Verband einen enormer Bedarf an Bioethanol als Grundstoff für die Herstellung von Desinfektionsmitteln fest.

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