Tablettierung

Der richtige Anpressdruck ist entscheidend

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Experimentelle Ergebnisse

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Feststoffverfahrenstechnik (FSV) der Universität Dortmund organisierte die „Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik“ (APV) einen Tablettier-Workshop. Fünf Rundläufer­tablettenpressen (Bosch, Fette, Ima, Kilian, Korsch) zur Charakterisierung von Materialeigenschaften sowie drei Einstempelpressen zur Simulation von Kompaktierungen im kleineren Maßstab wurden untereinander verglichen. Dazu wurden drei verschiedene Pulvermischungen bei unterschiedlichen Prozessparametern verarbeitet.

Durch die in der Tabelle dokumentierten Versuchsergebnisse mit einer Placebo-Formulierung sieht Ima die Vorteile seiner Prexima 300-Kompressionswalzen bestätigt. Die Placebo-Formulierung enthält eine große Menge an Stärke, die unter Kompression ein hochelastisches Verhalten zeigt. Dies ist auch aus dem symmetrischen Kompressionsprofil des Kraft-Zeit-Profil ersichtlich. Die Hauptdruckkraft beträgt 21 kN (420 MPa), bei möglichst niedriger Standardabweichung. Das Tablettengewicht wird auf 250 mg ±1,5 % eingestellt. Steigert man die Kraft der Vorkompression in Fünferschritten von 0 auf 20 kN, dann steigt auch die Tablettenhärte allmählich an. Interessant ist das Verhältnis von Vorpressung zu Hauptpressung.

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Die spannende Frage ist, wie müssen Vor- und Hauptkompression zusammenwirken, wenn beispielsweise eine höhere Härte gewünscht wird, aber es unmöglich ist, die Hauptkompressionskraft weiter zu erhöhen (beispielsweise, wenn man nahe der maximalen Werkzeugbelastung arbeitet). Der Versuch zeigt, dass es bei der gewählten Tablettengröße möglich ist, dieselbe Vor- und Hauptkompressionskraft aufzubringen, die bei etwa 20 kn (400 MPa) liegt. Anders sieht es bei größeren Tabletten aus: runde, flache Tabletten mit einem Durchmesser von 12 mm erfordern sowohl bei der Pre- als auch bei der Hauptkompression eine Kraft von 45 kN (400 MPa).

Der Durchmesser macht´s

Sowohl die Vorpress- als auch die Hauptpresswalzen haben denselben Durchmesser (250 mm). Dadurch kann die Vorverdichtung flexibel eingestellt werden, was eine optimale Leistung bei einer breiten Produktpalette ermöglicht. Entscheidend für die Tablettenqualität sei auch die Kompressionsunterstützung, die sowohl Vorverpressungen als auch Hauptpresskräfte bis zu 100 kN garantiere, betont Ima.

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