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Additive Fertigung

Covestro kooperiert mit 3D-Druck-Spezialisten Carbon

| Redakteur: Alexander Stark

Um den 3D-Druck für die Massenfertigung bereit zu machen, arbeitet Covestro mit dem US-Unternehmen Carbon zusammen.
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Um den 3D-Druck für die Massenfertigung bereit zu machen, arbeitet Covestro mit dem US-Unternehmen Carbon zusammen. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Covestro ist eine Partnerschaft mit dem Silicon-Valley-Technologieunternehmen Carbon eingegangen. Für die Skalierung eines neuen 3D-Druck-Verfahrens wird das Unternehmen dabei geeignete Materialien bereitstellen. Die Technologie des US-Partners verspricht eine deutliche Beschleunigung der additiven Fertigung.

Leverkusen – Der 3D-Druck bietet einzigartige Möglichkeiten, um dreidimensionale, oft komplex geformte Teile in einem Schritt herzustellen. Während bisher vorwiegend Prototypen und Musterteile in kleinen Zahlen gefertigt wurden, wächst in vielen Branchen das Interesse an einer industriellen Massenfertigung.

Das im Silicon Valley ansässige Unternehmen Carbon entwickelte dazu die Digital-Light-Synthesis (DLS) Technologie, mit der sich nach Unternehmensangaben die Herstellung von Teilen gegenüber bisherigen Verfahren bis zum Hundertfachen beschleunigen lässt. Nach Jahren der Forschung hat das Unternehmen auch ein neuartiges flüssiges Polyurethanharz entwickelt, das für die Herstellung von Teilen geeignet ist.

Jedes dritte Unternehmen setzt bereits auf den 3D-Druck

Bitkom-Umfrage

Jedes dritte Unternehmen setzt bereits auf den 3D-Druck

17.06.19 - 3D-Druck gilt für viele längst als Schlüsseltechnologie. Werkzeuge, Ersatzteile und Modelle kommen heute bereits in zahlreichen deutschen Industrieunternehmen aus dem 3D-Drucker. Schon jedes dritte Unternehmen (32 %) nutzt einer Bitkom-Umfrage zufolge den 3D-Druck. Im Jahr 2018 setzten noch 28 % auf diese Technologie, im Jahr 2016 waren es nur 20 %. lesen

Covestro ist ein Partner beim Scale-up und für die Großserienfertigung dieses Materials. Das Unternehmen investierte einen nicht näher genannten Betrag, um das Harz in handelsüblichen Mengen herstellen zu können. Das Resultat der Zusammenarbeit soll die Serientauglichkeit von Verfahren und Material unter Beweis stellen und wurde nun als aktueller Erfolg der Partnerschaft vorgestellt. Der Konzern erforscht zurzeit Werkstoffe, um eine noch größere Bandbreite industrieller Anwendungen zu ermöglichen. Dazu baut das Unternehmen an den Standorten Leverkusen, Pittsburgh und Shanghai eigene Labore für den 3D-Druck aus und entwickelt und testet dort gemeinsam mit Kunden Materiallösungen für die additive Fertigung im Serieneinsatz.

Die von Carbon entwickelte Technologie wird nun erstmals in großem Maßstab eingesetzt. Ähnlich wie bei der Stereolithografie entsteht das Werkstück dabei in einer Wanne mit flüssigem Kunststoffharz, das mittels UV-Strahlung ausgehärtet wird.

Für den Druck wird von unten Sauerstoff zugeführt, der der Aushärtung entgegenwirkt und eine „liquid dead zone“ erzeugt. Dazu besteht der Boden des Gefäßes aus einer licht- und luftdurchlässigen Membran, die ähnlich wie eine Kontaktlinse aufgebaut ist. Aus dieser Zone wird das gedruckte Objekt kontinuierlich herausgezogen, ohne dass sich einzelne Schichten ausbilden. Dabei wird ein geschütztes Verfahren mit der zugehörigen Hard- und Software sowie mit einem speziellen Material kombiniert. Es verleiht den fertigen Teilen die gewünschten technischen und mechanischen Eigenschaften.

In diesem Video stellt Carbon seine DLS-Technologie vor:

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