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Rohstoff für Weichschäume

Covestro feiert drei Millionen Tonnen TDI in 55 Jahren

| Redakteur: Alexander Stark

Covestro produziert in Dormagen seit 55 Jahren TDI und konnte jetzt die dreimillionste Tonne produzieren. Aus diesem flüssigen Rohstoff werden Polyurethan-Weichschäume hergestellt.

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Die Herstellung von TDI ist einer der Schwerpunkte von Covestro am Standort Dormagen. (Symbolbild)
Die Herstellung von TDI ist einer der Schwerpunkte von Covestro am Standort Dormagen. (Symbolbild)
(Bild: Covestro)

Dormagen – Allein die Tagesproduktion des TDI-Betriebs von Covestro im Chempark Dormagen reicht heute aus, um daraus 200.000 Matratzen herzustellen. Tatsächlich geht ein Großteil der Produktion geht in die Automobilindustrie, um daraus Autositze herzustellen. Die Herstellung von TDI ist einer der Schwerpunkte am Standort Dormagen. Dank hochmoderner Anlagentechnik könne hier der Rohstoff für Weichschäume besonders ressourcenschonend und umweltverträglich hergestellt werden, erklärt Produktionsleiter in Dormagen Dr. Rob Eek die TDI-Produktion in Dormagen.

Die TDI-Produktion startete 1964 mit einer Menge von 24.000 Jahrestonnen und wuchs kontinuierlich bis auf 75.000 Tonnen Kapazität an. 2014 ging im Ostwerk die heutige World-Scale-Anlage mit 300.000 Tonnen in Betrieb und übernahm die Produktion. Sie fügt sich in den Stoffverbund des Standorts ein: Das Ausgangsprodukt Toluylendiamin (TDA) kommt aus dem Nachbarbetrieb. Rohstoffe wie Toluol, Wasserstoff und Salpetersäure werden ebenfalls in Dormagen produziert.

Die neue Anlage ist eine von drei Covestro-Produktionsstätten für TDI weltweit. Schwesteranlagen stehen im südchinesischen Caojing und in Baytown, USA. Der Dormagener Betrieb ist der jüngste und verfügt laut Unternehmen über die modernste Technik. Im Vorgängerbetrieb ist 2004 unter anderem die GPP-Technologie (Gasphasen-Phosgenierung) entwickelt worden, die gegenüber der bis dato herkömmlichen Flüssig-Phosgenierung 80 % weniger Lösungsmittel und bis zu 60 % weniger Energie verbrauchen soll.

Für den Versand gelangt das TDI per Rohrleitung in den Lagertank des Versandbetriebs, wird anschließend abgefüllt und zu den Kunden transportiert.

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