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Berstscheiben

Cleveres Modul lenkt Flamme und Druck einer Explosion gezielt ab

| Redakteur: Manja Wühr

Druckentlastung mit und ohne Targo-Vent
Druckentlastung mit und ohne Targo-Vent (Bild: Rembe; © djvstock – stock.adobe.com)

Berstscheiben schützen Chemieanlagen im Fall einer Explosion. Dazu benötigt die Anlage große Sicherheitsbereiche zum Schutz von Mitarbeiter und Infrastruktur. Wer Platz sparen will, kann Druckwelle und Flamme einer Explosion auch kontrolliert ablenken.

Explosionen sind, im Gegensatz zu ihren Folgen, mit dem bloßen Auge nur bedingt wahrnehmbar. Sie spielen sich innerhalb weniger Millisekunden ab und hinterlassen doch einen beachtlichen Schaden. Um diesen Schaden einzugrenzen, werden verschiedene Ansätze des Explosionsschutzes realisiert.

In Anlagen, in denen eine Entlastung der Explosion in die Umgebung möglich ist, sind häufig Berstscheiben im Einsatz. Berstscheiben sind eine vergleichsweise wirtschaftliche und einfach handhabbare Entlastungseinrichtungen – je nach Anwendung. Allerdings stellte diese Art der Explosionsdruckentlastung viele An­lagenbetreiber vor ein großes Problem: Zum Schutz von Menschen und Maschinen müssen erhebliche Sicherheitsbereiche um die Entlastungsfläche eingerichtet werden. Diese Flächen dürfen nicht genutzt werden.

Im Außenbereich lassen sich diese Sicherheitsbereiche relativ leicht verkleinern. Der deutsche Berstscheibenhersteller Rembe hat mit dem Targo-Vent eine Technik entwickelt, mit der Explosionsflamme und -druck gezielt abgelenkt wird. Es ist ein speziell für Berstscheiben entwickelter Öffnungswinkelbegrenzer, der die Druckentlastung gezielt in Bereiche lenkt, in denen für die angrenzende Infrastruktur keine Gefahr besteht.

Ergänzendes zum Thema
 
Live-Explosionen auf der Powtech: Rembe lässt es in Nürnberg krachen

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