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China Market Insider China forciert Feinchemieproduktion

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

China setzt im Bereich Feinchemie zur Aufholjagd an. Mit einer Reihe von gezielten Fördermaßnahmen will die kommunistische Staats- und Parteiführung in Peking die Entwicklung der Industrie forcieren, um gegenüber dem Ausland autarker zu werden.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Zu den von den Zentralplanern gesetzten Zielen gehört die Aufwertung von zwei bis drei Chemieparks. Zehn führende Unternehmen sollen ab jetzt „kultiviert” werden, also eine Art chinesische „National Champions“ mit einem jährlichen Umsatz pro Unternehmen von zehn Milliarden Yuan (rund 1,3 Milliarden Euro). Bis zum nächsten Jahr soll die nationale „Feinchemie-Rate”, also der Anteil der Feinchemie an der chemischen Gesamtproduktion in China, auf mindestens 50 % angehoben werden.

Entwickelte Länder spezialisieren sich seit längerer Zeit immer mehr auf hochqualitative Chemieprodukte wie zum Beispiel Chemikalien für die Elektroindustrie und die Herstellung von Halbleitern, oder hochwertige Polyolefine. Die Feinchemie-Rate, ein Indikator für den Entwicklungsstand der Chemieindustrie, liegt in Japan oder Deutschland zwischen 60 und 70 %. Da möchte China aufholen.