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Manufacturing Execution Systeme

Bringt MES die Industrie 4.0?

| Redakteur: Dominik Stephan

Das sind die Haupttreiber für Investitionen in Zukunftstechnologien...
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Das sind die Haupttreiber für Investitionen in Zukunftstechnologien... (Bild: Bearing Point)

Mit MES die Weichen für die digitale Zukunft stellen – nicht weniger versprechen die Hersteller von Softwarelösungen und Prozessleitsystemen. Ob das Manufacturing Execution System wirklich der große Wurf in Sachen Industrie 4.0 ist, soll eine neue Bearing-Point-Studie zeigen...

Frankfurt – Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 rücken Manufacturing Execution Systeme (MES) aktuell wieder in den Fokus. MES schaffen vor allem Transparenz in den Produktionsprozessen, helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen, und bilden das Grundgerüst für die Digitalisierung der Produktion. Deshalb wollen Unternehmen verstärkt in diese Systeme investieren. Das ist das Ergebnis einer empirischen Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point (an der Studie nahmen 105 produzierende Unternehmen teil).

88 Prozent der befragten Unternehmen messen MES für die Zukunft eine zunehmende Bedeutung bei. 41 Prozent sehen sogar einen stark zunehmenden Trend. Entsprechend dieser Einschätzung geben knapp drei Viertel der Unternehmen eine Investitionsabsicht in MES in den nächsten drei Jahren an.

Als Haupttreiber dafür wird der Transparenzgewinn in den Produktionsprozessen genannt, um darauf basierend Produktionsvorteile zu erzielen. Die Mehrheit der Studienteilnehmer präferiert bei der Software-Auswahl global agierende MES-Spezialisten. Dabei sind eine gute Integration mit der ERP-Welt und eine exzellente Benutzerfreundlichkeit in der Produktion die entscheidenden Architekturmerkmale.

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Der MES–Hype: Nur „alter Wein in neuen Schläuchen“?

Manufacturing Execution Systeme (MES) bilden die Brücke zwischen ERP-Systemen zur Steuerung der betriebswirtschaftlichen Prozesse und der Maschinensteuerung (SPS). Durch diese Integration können ein Vielfaches an Daten genutzt und Prozesse digitalisiert werden. Hinter der Diskussion um die Digitalisierung der Produktion steckt vor allem die Erwartung, Nutzenpotenziale aus besseren Daten und mehr Informationen gewinnbringend einsetzen zu können. Damit wird die Grundlage geschaffen für die Vision der sich selbst steuernden Fabrik und die Reduzierung manueller Tätigkeiten.

Großes Nutzenpotenzial bieten dabei laut Studie die sogenannten Basisverbesserungen, allen voran durch eine höhere Transparenz aus der Verfügbarkeit von Ist-Daten in Echtzeit. Während ohne MES ein Management der Produktprozesse oft über manuelle Aufzeichnungen erfolgt, die teilweise erst beim Schichtwechsel gepflegt werden, stehen mit der durch MES einhergehenden Digitalisierung der Prozesse jederzeit verfügbare reale Ist-Daten online zur Verfügung.

Manufacturing Execution Systeme – Werkzeug für mehr Produktivität, Qualität und Transparenz

Manufacturing Execution Systeme

Manufacturing Execution Systeme – Werkzeug für mehr Produktivität, Qualität und Transparenz

06.02.09 - Komplexere Supply Chains, steigende Kosten für Rohstoffe und immer strengere Qualitätsrichtlinien und -vorschriften sind nur einige der Herausforderungen, denen sich Unternehmen heute stellen müssen. Immer häufiger werden sie dabei von Manufacturing Execution Systemen unterstützt, die für transparente Abläufe in den Prozessen sorgen. lesen

Datenauswertung und Standardiserung bleiben wesentliche Baustellen

„Bis autonome, selbstregulierende Systeme die Produktionsvision der Industrie 4.0 flächendeckend und durchgängig umsetzbar machen, werden noch einige Jahre vergehen. Für Unternehmen ist es bis dahin wichtig, Daten aus der Produktion durchgängig verfügbar zu machen und diese auch zu nutzen“, so Matthias Loebich, Partner bei Bearing Point.

„Im Zuge der Digitalisierung der Produktion und der Industrie 4.0 sind MES aktuell mehr denn je wieder Teil der Diskussion. Die Ergebnisse belegen, dass MES heutzutage zwar bereits in einer Vielzahl von Unternehmen genutzt werden, es jedoch noch ein großes Potenzial zur Ausweitung der Nutzung und zur Standardisierung innerhalb von Standortnetzwerken gibt“, so Stefan Müller, Manager bei Bearing Point und Autor der Studie.

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