Prozessdampfversorgung Bosch installiert Prozessdampfanlage in ungarischem Haribo-Werk

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Haribo hat seine Produktion im ungarischen Nemesvámos erweitert. Die neue Prozessdampfversorgung kommt erneut von Bosch Industriekessel.

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Das Haribo-Werk in Nemesvámos/Ungarn
Das Haribo-Werk in Nemesvámos/Ungarn
(Bild: Érczi László)

Gunzenhausen, Bonn – Gummibärchen-Hersteller Haribo hat in seinem Werk im ungarischen Nemesvámos im Zuge einer Produktionserweiterung die Prozessdampfversorgung ausgebaut. Die Prozessdampfanlage liefert wieder Bosch Industriekessel. Was u.a. den Vorteil hat, dass der Dampfkessel U-HD, der seit Produktionsbeginn des Werkes für die Dampfversorgung arbeitet, in die neue Anlage intgriert werden konnte.

Fokus auf Energie- und Ressourceneffizienz

Der neue Kessel vom Typ UL-S kann bis zu 4000 Kilogramm Dampf pro Stunde produzieren. Durch die Integration der Bestandsanlage in das neue Dampfnetz stehen 2000 Kilogramm Dampf für die Produktion zur Verfügung. Und so funktioniert's: Der integrierte Economiser nutzt die heißen Kesselabgase zur Vorwärmung des Speisewassers. Zudem gewinnt der nachgeschalteten Brennwertwärmetauscher aus Edelstahl aus Abgaskondensation weitere Energie. Nach Angaben des Herstellers erhöhen die beiden Anlagen zur Wärmerückgewinnung den Wirkungsgrad der Prozessdampfversorgung um rund neun Prozent. Gleichzeitig wird der Brennstoffbedarf gesenkt. Für eine besonders schadstoffreduzierte Verbrennung sorgt die optimal abgestimmte Erdgasfeuerung.

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Die Prozessdampfanlage besteht des Weiteren aus Modulen zur Wasseraufbereitung und -entsorgung sowie für die Rückgewinnung von Kondensat. Das Wasserservicemodul WSM-V entgast das Zusatzwasser, um Korrosionsneigungen zu verhindern. Über Speisepumpen wird das thermisch aufbereitete Wasser dem Dampfkessel zugeführt. Die Entsorgung der temperaturführenden Abwässer im Kessel übernimmt das Ablasswasser-, Entspannungs- und Kühlungsmodul BEM. Mit dem Kondensatservicemodul CSM wird Kondensat aus dem Prozess zurückgewonnen und damit der Energieeinsatz und Frischwasserbedarf vermindert.

Ein wesentlicher Bestandteil für einen energieeffizienten Kessel- und Anlagenbetrieb sind die Managementsysteme BCO und SCO. Über die intuitive Bedienoberfläche können sämtliche Betriebsdaten analysiert, ausgewertet und eingestellt werden. Eine Teleserviceanbindung ermöglicht eine schnelle und einfache Unterstützung im Fehlerfall.

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