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Bayer Material Science Umfirmierung BMS wird Covestro: Börsengang für 2016 geplant

Redakteur: Dominik Stephan

Einer der größten Polymerspezialisten der Welt geht neue Wege: Chemieriese Bayer spaltet sein Kunststoffgeschäft Material Science als Covestro ab. Schon 2016 soll die ehemalige BMS alleine an die Börse gebracht werden...

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Das neue Covestro-Logo erstrahlt auch vor dem chinesischen Standort Shanghai. Das Unternehmen behält seinen Hauptsitz in Leverkusen.
Das neue Covestro-Logo erstrahlt auch vor dem chinesischen Standort Shanghai. Das Unternehmen behält seinen Hauptsitz in Leverkusen.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Bayer Material Science firmiert seit dem 1. September 2015 unter dem Namen Covestro als wirtschaftlich und rechtlich eigenständiges Unternehmen, bleibt aber zunächst eine vollständige Bayer-Tochter. Die Leverkusener wollen Covestro spätestens Mitte 2016 an die Börse führen, um sich anschließend ausschließlich auf die Life-Science-Geschäfte Pharma und Agrarschemie der Geschäftsbereiche Health Careund Crop Science zu konzentrieren.

„Die Eigenständigkeit wird es uns ermöglichen, unsere Stärken im globalen Wettbewerb noch schneller, effektiver und flexibler auszuspielen“, erklärte der Covestro-Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas. Covestro beliefert weltweit Branchen wie die Automobilindustrie, das Bauwesen und den Elektroniksektor sowie die Möbel-, Sport- und Textilindustrie.

Vielseitige Produkte für Schlüsselindustrien

Zu den Produkten zählen Rohstoffe für hochwertigen Polyurethan-Schaumstoff, der in weicher Form vor allem in Möbeln, Matratzen und Autositzen verwendet wird; als Hartschaum dient er zur Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten. Ferner stellt Covestro den Hochleistungskunststoff Polycarbonat her – ein ebenfalls sehr vielseitiges Material für Auto-Komponenten, Dachkonstruktionen, medizinisches Gerät und vieles mehr. Das Portfolio wird abgerundet durch Spezialchemikalien, darunter Rohstoffe für Lacke, Klebstoffe und Folien.

Geleitet wird Covestro von einem vierköpfigen Vorstand. Er besteht neben dem Vorsitzenden Patrick Thomas aus Frank H. Lutz (Finanzen, Arbeitsdirektor), Dr. Klaus Schäfer (Produktion und Technologie) und Dr. Markus Steilemann (Innovation). Die Abspaltung war von Analysten lange erwartet worden, da die Werkstofsparte nicht mehr an die Rendite der Life-Science Geschäftsbereiche anküpfen kann. Vor zehn Jahren hatten die Leverkusener bereits ihr Spezialchemie-Geschäft als Lanxess an die Börse gebracht.

Bayer Material Science konnte im zweiten Quartal 2015 seienn Umsatz um elf Prozent auf € 3,2 Milliarden steigern (bei einem Gewinn von € 278 Millionen). Damit erzielten die Polymerspezialisten eine operative Rendite von etwa 15 %.

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