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„Product Carbon Footprint“ BASF will mit CO2-Fußabdrücken von Verkaufsprodukten für Transparenz sorgen

Redakteur: MA Alexander Stark

Zukünftig will BASF seinen Kunden Gesamtwerte der CO2-Emissionen, sogenannte „CO2-Fußabdrücke“, für alle Produkte zur Verfügung stellen. Der „Product Carbon Footprint“ (PCF) umfasst sämtliche produktbezogenen angefallenen Treibhausgas-Emissionen bis das Produkt das Werkstor Richtung Kunde verlässt: vom eingekauften Rohstoff bis zum Einsatz von Energie in den Produktionsprozessen.

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Als erstes Chemieunternehmen bietet BASF transparente Emissionsdaten für das gesamte Portfolio aus rund 45.000 Produkten.
Als erstes Chemieunternehmen bietet BASF transparente Emissionsdaten für das gesamte Portfolio aus rund 45.000 Produkten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ludwigshafen – Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind erklärte Kernelemente der Unternehmensstrategie von BASF. Mit der Berechnung des CO2-Fußabdrucks will der Konzern nun beides zusammenbringen und für seine Kunden eine deutlich höhere Transparenz über die spezifischen Emissionen für jedes Produkt liefern. Ziel sei es, gemeinsam mit den Kunden Pläne zu entwickeln, um die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette bis zum finalen Verbraucherprodukt zu reduzieren, sagt Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF.

Für einzelne Produkte hat der Konzern die PCFs bereits seit 2007 berechnet. Mit der selbst entwickelten digitalen Lösung ist das Unternehmen künftig in der Lage, auf globaler Ebene den PCF für ihre rund 45.000 Verkaufsprodukte zu berechnen. Den Start sollen in den nächsten Monaten ausgewählte Produkt- und Kundensegmente machen. Bis Ende 2021 sollen PCF-Daten für das gesamte Portfolio verfügbar sein.

Mit Hilfe der PCFs sollen die Kunden identifizieren können, wo die Stellschrauben für die Vermeidung von Treibhausgasemissionen sind. Schon heute bietet das Unternehmen durch den Einsatz alternativer Rohstoffe und erneuerbarer Energien die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck ausgewählter Produkte zu reduzieren.

Ein Beispiel ist der Biomassenbilanz-Ansatz, bei dem fossile Ressourcen durch erneuerbare Rohstoffe aus organischen Abfällen und Pflanzenölen im Produktionsverbund ersetzt und dem Verkaufsprodukt zugerechnet werden. Ein weiteres Beispiel für die Anwendung des Massenbilanzansatzes ist das Projekt Chem Cycling. Seit 2020 bietet BASF ihren Kunden erste kommerzielle Mengen von Produkten an, für deren Herstellung chemisch recycelte Kunststoffabfälle am Beginn der Wertschöpfungskette als Rohstoff eingesetzt werden. Die Verkaufsprodukte aus beiden Ansätzen weisen die gleichen Eigenschaften wie die auf Basis rein fossiler Rohstoffe erzeugten Produkte auf – jedoch mit einem geringeren CO2-Fußabdruck.

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