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Genehmigungsverfahren

BASF arbeitet an Übernahme des Polyamid-Geschäfts von Solvay

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bereits im September haben sich beide Unternehmen geeinigt, doch die Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden lässt weiterhin auf sich warten: BASF will das Polyamid-Geschäft von Solvay übernehmen und ist bereit der EU-Kommission Zugeständnisse zu machen, damit die Transaktion eine endgültige Freigabe erhält.

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Das Genehmigungsverfahren der EU-Kommission für die Übernahme des Polyamid-Geschäfts von Solvay durch BASF dauert an.
Das Genehmigungsverfahren der EU-Kommission für die Übernahme des Polyamid-Geschäfts von Solvay durch BASF dauert an.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Ludwigshafen – Die Transaktion des Polyamid-Geschäfts soll das BASF-Portfolio für technische Kunststoffe ergänzen und Rückwärtsintegration bei wesentlichen Rohstoffen wie ADN (Adipodinitril) sicherstellen. BASF würde durch die Übernahme einen verbesserten Zugang zu wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika erhalten.

Um Bedenken der EU-Kommission auszuräumen, hat BASF angeboten, auf den Kauf bestimmter Teile des Polyamidgeschäfts von Solvay in Europa zu verzichten, darunter Innovationskompetenzen und Produktionsanlagen von Solvay im Bereich von Zwischenprodukten und technischen Kunststoffen.

Die EU-Kommission prüft nun dieses Angebot und unterzieht es einem Markttest, bevor sie ihr Genehmigungsverfahren abschließen wird. Eine Entscheidung der Behörde wird Anfang 2019 erwartet. Zum jetzigen Zeitpunkt haben acht von zehn Behörden weltweit der Transaktion eine Freigabe erteilt.

In unserem Beitrag „Top 10 der Fusionen und Übernahmen – Chemie- und Pharmaindustrie sorgt für Bewegung“ haben wir die größten Fusionen und Übernahmen der letzten Jahre etwas genauer unter die Lupe genommen.

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