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Nachruf

Azo trauert um Firmengründer Adolf Zimmermann

| Redakteur: Tobias Hüser

Am Morgen des 15. März verstarb Azo-Firmengründer Adolf Zimmermann im Alter von 90 Jahren.
Am Morgen des 15. März verstarb Azo-Firmengründer Adolf Zimmermann im Alter von 90 Jahren. (Bild: Azo)

Azo trauert um Adolf Zimmermann – der Seniorchef des Unternehmens verstarb Mitte März im Alter von 90 Jahren. Bis zuletzt verfolgte er die Geschicke der von ihm und seiner Ehefrau Marianne gegründeten Firma mit großem Interesse. Auch in Zukunft bleibt Azo in Familienhand. Bereits seit 1990 leiten die beiden Söhne des Firmengründers, Robert und Rainer Zimmermann, die Geschäfte des Unternehmens.

Osterburken – Adolf Zimmermann zeichnete sich durch Weitblick, Willenskraft und schöpferischen Tatendrang aus. In den über 40 Jahren, in denen er zusammen mit seiner Frau Marianne die Firma Azo von einem kleinen Fachbetrieb für Mühlentechnik zu einem weltweit agierenden Unternehmen ausbaute, standen die Fürsorge für seine Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze sowie die stetige Aufwärtsentwicklung des Unternehmens im Mittelpunkt seines Handelns.

Geboren am 30.07.1922 in Schlesien, kam Zimmermann aufgrund des zweiten Weltkriegs und dessen Folgen 1946 nach Osterburken. Hier fand er bei der Stadtmühle Semel ein neues Aufgabengebiet als Mühlenbauer. Für einen jungen Mann voller Ideen war es dort der ideale Nährboden für die Umsetzung seiner zahlreichen Ideen und Erfindungen.

In den Folgejahren lernte er seine Frau Marianne kennen. Gemeinsam gründeten sie am 12.05.1949 den Mühlenbaubetrieb Azo. Mit Werten wie Partnerschaft, Vertrauen und Zuverlässigkeit prägte er das Familienunternehmen entscheidend und legte die Basis für den heutigen Firmenerfolg im Bereich der Mischerbeschickung. Bereits 1951 konstruierte der gelernte Mühlenbauer die erste Zentrifugal-Siebmaschine, die als Prototyp der Wirbelstrom-Siebmaschine gilt.

Faszination für neue Technologien

Mitte der 1950er Jahre versorgte Azo Bäckereien dann mit kompletten Mehl-, Sieb-, Auflockerungs- und Temperieranlagen. Schon in den 70er Jahren erkannte Zimmermann die Bedeutung der Elektronik und forcierte sehr früh die eigene Entwicklung von offenen Computersystemen zum Steuern und Überwachen der Azo-Anlagen. Ein Großauftrag aus der Gewürzindustrie im Jahr 1983 führte zur Entwicklung und zum Einsatz von vollautomatischen Dosiercontainer-Systemen.

Seiner Faszination und Begeisterung für neue Technologien ist er bis zuletzt treu geblieben. So verfolgte er z.B. die Baumaßnahmen des neuen Montagezentrums im Jahre 2010 mit regem Interesse per Webcam. Den Abriss der 1963 als erstes Firmengebäude im Industriegebiet Ost entstandenen Shedhalle betrachtete er ohne Wehmut, da es ihm stets ein Anliegen war, „Platz für Neues“ zu schaffen.

Im Jahr 1990 zogen sich Adolf Zimmermann und seine Ehefrau aus dem Firmengeschäft zurück. Ihre beiden Söhne Robert und Rainer Zimmermann leiten seither die Geschicke der weltweit aktiven Azo Gruppe, mittlerweile ist die dritten Generation mit Denise Zimmermann ins Unternehmen eingetreten.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Im Unternehmen, in seiner Heimatregion und in der Branche wurde Adolf Zimmermann menschlich und fachlich sehr geschätzt. 1987 wurde er für seine langjährige Mitarbeit im Gemeinderat der Stadt Osterburken und seine Unternehmertätigkeit die Ehrenbürgerwürde der Stadt Osterburken verliehen. Im Mai 1988 erhielt er für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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