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Ex-Schutz für Drahtlossysteme

Auf Sendung im Ex-Bereich: Drahtlose Zündquellen entschärfen

| Autor / Redakteur: Stephan Schultz* / Dominik Stephan

Der HF-Isolator 9730 von R. Stahl stellt im explosionsgefährdeten Bereich ein eigensicheres Signal für den Anschluss beliebiger Antennen zur Verfügung.
Der HF-Isolator 9730 von R. Stahl stellt im explosionsgefährdeten Bereich ein eigensicheres Signal für den Anschluss beliebiger Antennen zur Verfügung. (Bild: R. Stahl)

Wer im Ex-Bereich Drahtlossysteme betreiben will, kommt um geeignete Lösungen für die Antennen nicht herum – Explosive Atmosphären und Funksignale sind eine brisante Mischung. Besonders die Auswahl geeigneter Antennen und Verbinder kann dem Ingenieur hier schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Jetzt sollen neue Isolatoren eigen- sichere Verbindungen ermöglichen.

Um die Zündung einer explosionsgefährdeten Atmosphäre zu verhindern, werden Funkkomponenten zum Betrieb in der Ex-Zone 1 in der Regel durch spezielle Gehäuse geschützt. Dies gilt sowohl für funkfähige Betriebsmittel selbst als auch für die meist erforderlichen externen Antennen. Geeignete Ex-zertifizierte Antennen allerdings sind hochpreisig und nur wenige Ausführungen stehen zur Verfügung.

Die Auswahl der zur Anwendung passenden Antenne ist jedoch ein entscheidendes Kriterium für eine zuverlässige Funktion der Funkverbindung. Die durch den Explosionsschutz vorgegebene Bauform ohne die üblichen Steckverbinder erschwert die flexible Installation und die Wartung.

Antennen sicher installieren

Mit dem HF-Isolator des Typs 9730 bieten die Ex-Schutz-Spezialisten R. Stahl eine Lösung die helfen könnten, einige der Nachteile konventioneller Wirelesslösungen zu kompensieren. Das Gerät wandelt das normale Antennensignal in ein explosionsgeschütztes Signal der Zündschutzart Eigensicherheit Ex i um. Eine Zündgefahr durch das Antennensignal in explosionsgefährdeten Bereichen ist somit ausgeschlossen.

Zur drahtlosen Kommunikation steht damit das gesamte Spektrum industrietauglicher Antennen und Steckverbinder zur Verfügung, da diese Komponenten nun nicht mehr selbst Ex-zertifiziert sein müssen. Der HF-Isolator ist auch unter sehr rauen klimatischen Bedingungen einsetzbar und hält Temperaturen von -60 °C bis 80 °C stand. Er ist auf die ISM-Frequenzbänder um 900 MHz, 2,4 GHz und 5 GHz ausgelegt und unterstützt alle in der Industrie gängigen drahtlosen Übertragungsstandards (WLAN 802.11 a/b/g/n; Wireless Hart; ISA 100.11a; Bluetooth; Zig Bee; En Ocean).

Drahtlos zur Industrie 4.0

Funkverbindungen ermöglichen ganz neue, ökonomischere Arbeitsabläufe. Dazu gehört die bequemere Handhabung kabelloser Lesegeräte zur Erfassung von Fässern, Tanks, IBCs und anderen Behältnissen mit Barcode-Etiketten oder RFID-Tags. Bei Installation, Inbetriebnahme und Wartungsvorgängen sorgt die drahtlose Datenübertragung dafür, dass das Personal vor Ort nicht nur Prozess-Messwerte im Auge behalten kann, sondern mit voller Bewegungsfreiheit auch jederzeit Zugriff auf Wartungspläne, Bedienungsanleitungen und Atex-Zertifikate hat.

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