Suchen

Wasserstoff aus Windenergie Asahi Kasei startet Demonstrationsprojekt für „grünen“ Wasserstoff

Redakteur: Alexander Stark

Asahi Kasei Europe hat im Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum h2herten in Nordrhein-Westfalen ein Demonstrationsprojekt für die Produktion von Wasserstoff aus Windenergie gestartet.

Firmen zum Thema

Dr. Masami Takenaka, Managing Executive Clean Energy Team, Asahi Kasei Europe, bei der Eröffnungszeremonie des Wasserstoff-Demonstrationsprojekts.
Dr. Masami Takenaka, Managing Executive Clean Energy Team, Asahi Kasei Europe, bei der Eröffnungszeremonie des Wasserstoff-Demonstrationsprojekts.
(Bild: Asahi Kasei)

Düsseldorf – Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei hat angekündigt, seine Aktivitäten im Feld der Wasserstoffproduktion in Europa ausbauen zu wollen. Basierend auf der Chloralkali-Elektrolyse hat das Unternehmen ein alkalisches Wasserelektrolysesystem entwickelt, das schwankendem Energiezufluss aus regenerativen Energiequellen angepasst werden kann. Dem Unternehmen zufolge weist das Verfahren eine hohe Umwandlungseffizienz bei der Transformation von Strom in Wasserstoff auf und kann zu zehn Megawatt-Systemen aufgerüstet werden. Wasserstoff könnte somit mit nur einer Anlage in großen Mengen produziert werden.

Asahi Kasei Europe hat ein Demonstrationsprojekt mit einem alkalischen Wasserelektrolyseur in Herten, Nordrhein-Westfalen, gestartet. Die neue Anlage simuliert die Herstellung von Wasserstoff aus elektrischem Strom aus Windenergie. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum h2herten ist für ein Jahr geplant und soll zur Entwicklung eines Systems zur Großproduktion von grünem Wasserstoff beitragen. Grüner Wasserstoff wird ausschließlich durch die Nutzung von elektrischem Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt. Das Projekt wurde von Anfang an von der Landeswirtschaftsförderung NRW.Invest und ihrer japanischen Tochtergesellschaft, der NRW Japan K.K., und der Energieagentur NRW kontinuierlich und intensiv betreut.

Bildergalerie

Fred Toplak, Bürgermeister der Stadt Herten, sagte bei der Zeremonie, dass er die Kooperation mit dem Unternehmen als beispielhaft für weitere Projektinitiativen mit Unternehmen der Zukunftsenergien zum kontinuierlichen Ausbau des Zentrums sieht.

Hideki Tsutsumi, Managing Director von Asahi Kasei Europe, ergänzte, dass die Energiewirtschaft in Europe sich dramatisch ändere und sowohl neue Speichertechnologien als auch Produktionstechnologien für grüne Energie stark nachgefragt seien. Der alkalische Wasserelektrolyseur seines Unternehmens biete eine Lösung für diese Herausforderungen.

Asahi Kasei hat bereits erfolgreich Langzeit-Demonstrationsprojekte für die Wasserstoffproduktion in Japan durchgeführt. Das alkalische Wassereletrolyse-Demonstrationsprojekt in Herten ist das zweite europäische Projekt des Unternehmens, das auf die Entwicklung eines Elektrolysesystems für die Herstellung von grünem Wasserstoff abzielt.

Bereits am 14. November 2017 hat das Unternehmen die Teilnahme am europäischen Verbundprojekt Algin-CCUS bekannt gegeben. Das Projekt ist für drei Jahre angelegt und zielt darauf ab, sechs Industriezentren in Europa bis 2025 in wirtschaftlich starke und CO2-arme Regionen zu transformieren.

(ID:45285386)