Bosch Packaging Technology Aquisitionsstrategie zahlt sich aus

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Innerhalb der Bosch-Gruppe ist der Bereich Packaging Technology ein kleiner aber feiner Bereich und eindeutig der Musterknabe im Verbund. Wenig konjunkturanfällig und auf Wachstumskurs – Bereichsvorstand Friedbert Klefenz kann zufrieden mit seiner Strategie sein.

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„Wir kaufen Technologien und keine Marktanteile. In den Emerging Markets haben wir uns durch eigenes Wachstum entwickelt.“ Friedbert Klefenz, Bereichsvorstand Bosch Packaging Technology zur Aquisitionsstrategie des Bereichs
„Wir kaufen Technologien und keine Marktanteile. In den Emerging Markets haben wir uns durch eigenes Wachstum entwickelt.“ Friedbert Klefenz, Bereichsvorstand Bosch Packaging Technology zur Aquisitionsstrategie des Bereichs
(Bild: Bosch Packaging Technology)

Auch wenn Bosch Packaging Technology immer noch ein Viertel seines Umsatzes dem Geschäft mit der Abfüllung von Parentaralia verdankt. Die Zeiten, in denen das Unternehmen ausschließlich als Verpackungspezialist den Markt bearbeitet hat, sind mittlerweile endgültig vorbei. Mit der Übernahme von Manesty und Hüttlin im August 2011 hat das Unternehmen sein Prozesstechnologie-Portfolio entscheidend ausgebaut und seither auch Tablettenpressen und -coater im Angebot. Das ganze getreu der Aquisitionsstrategie, die Bereichsvorstand Friedbert Klefenz auf der letzten Bilanzpresskonferenz verkündete: „Wir kaufen Technologien und keine Marktanteile.“

Seit Januar firmiert auch der Inspektionsspezialist Eisai Machinery endgültig unter dem Namen Bosch Packaging. Und der vorerst letzte Coup gelang der Bereichsleitung mit dem Kauf von Ampack Ammann. Das 250 Mitarbeiter starke Unternehmen aus Königsbrunn entwickelt, fertigt und vertreibt Abfüll- und Verpackungsmaschinen für pastöse und flüssige Nahrungsmittel.

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Die Kunden honorieren das neue Angebot, denn der Bereich wächst stärker als der Verpackungsmarkt insgesamt, vor allem der internationale Anteil steigt stetig an. „Der Auftragsbestand 2013 ist prozentual der beste der letzten Jahren und umfasst zum Teil auch bereits Aufträge für 2014“, berichtet Klefenz. Deshalb erwartet er für das Jahr 2013 eine Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Prozentbereich. Bis Ende 2015 will der Geschäftsbereich die Umsatzmarke von 1,5 Milliarden Euro knacken.

Langfristig und konjunkturstabil

Das Ziel seien zwei in etwa gleichstarke Standbeine, sagt er und meint damit neben den Pharmamaschinen Verpackungsmaschinen für Lebensmittel. In beiden Bereichen sei das Geschäft von der allgemeinen Konjunktur unabhängiger als beispielsweise andere Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus, erklärte Klefenz.

Die Kunden würden langfristiger planen, da die Struktur der Absatzmärkte in der Regel stabiler sei als etwa die der Automobilindustrie. So wachse der Pharmamarkt, in dem Bosch Packaging Technology knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes erwirtschafte, auch in den kommenden Jahren kräftig. Bis 2015 werde ein Marktvolumen von 1,1 Billionen Euro erwartet. Vor zwei Jahren waren es noch 850 Milliarden Euro.

Die Internationalität bringt neue Märkte

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