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Vor allem wird das Unternehmen immer internationaler: Die weltweite Ausrichtung sei dabei von grundsätzlicher Bedeutung, sagt Klefenz, denn mehr als 90 % des Umsatzes werde außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. In Asien erwirtschaftet das Unternehmen ein Viertel des Gesamtumsatzes und erwartet in den kommenden fünf Jahren ein zweistelliges Umsatzwachstum. Da ist es nur konsequent, wenn sich auch die Konzeption von Maschinen, die in Asien verkauft werden am asiatischen Standard bemisst und nicht ganz so high sophisticated daher kommt, wie Abfüllmaschinen für den europäischen oder amerikanischen Markt.
Zweites Standbein
Jeden zweiten Euro setzt Bosch mit Anlagen für die Nahrungsmittelindustrie um. Auch hier wächst der Bedarf, denn immer mehr Länder erkennen, dass durch geeignete Verpackungen Nahrungsmittel länger haltbar sind. „Verpackungen sind ein Weg zur Versorgungssicherung von Millionen von Menschen“, sagt Klefenz.
Vor allem in der Lebensmittelverpackung sei der Trend zu verketteten Systemen unverkennbar, betont Dr. Stefan König, Mitglied des Bereichsvorstandes. Gefragt seien hohe Ausbringungsleistungen und ein hoher Automatisierungsgrad, wie sie etwa die bei Bosch entwickelten Deltaroboter ermöglichen würden.
Eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so ausgeprägte Entwicklung erkennt König auch bei der Pharmabranche. Vor allem die Rüstzeiten sind den Betreibern von Sterilabfüllungsanlagen ein Dorn im Auge. Deshalb wird wohl auch die neuste Entwicklung, das austauschbare Füllsystem Prevas, offenbar gut vom Markt angenommen.
Drei Mal sei das System mit den dazugehörigen Lieferverträgen für die Disposables bereits verkauft worden, berichtet Klefenz. Das gemeinsam mit Sartorius Stedim entwickelte System wurde 2012 zur Achema vorgestellt und reduziert die Rüstzeiten der Abfüllmaschinen von vorher vier bis fünf Stunden auf rund zehn Minuten.
Zur Powtech/Technopharm präsentiert das Unternehmen das Portfolio der Neuankömmlinge: Hüttlin, Manesty und Eisai. So werden die Laboranlage Solidlab 2 sowie die Manesty Tablettenpresse Xpress 100 zu sehen sein. Die Inspektionseinheit KKX 3900 ist für die Gewichts- und Qualitätskontrolle von gefüllten Hartkapseln konzipiert. Sie kann hinter jede Kapselfüllmaschine geschaltet werden und ist auf eine Ausbringung von bis zu 220 000 Kapseln in der Stunde ausgelegt.
Das System beruht auf Soft X-Ray-Technologie und inspiziert Prozessparameter wie Gewicht und Länge der Kapseln. Aus dem Programm von Eisai Machinery präsentiert Bosch das computer-gestützte visuelle Inspektionsgerät Etac Easy View. Es überprüft Vials, Ampullen, Spritzen und Karpulen auf partikuläre Verunreinigung und kosmetische Containerdefekte und ist für Behältnisse von acht bis 50 Millimeter Durchmesser geeignet. Ein weiteres Exponat ist die schnelle Isolatorschleuse Fast Air Lock ISS 1000 mit reduzierten Transferzeiten von lediglich etwa 20 Minuten. ●
* Die Autorin ist stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC.
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