Primärverpackungen für injizierbare Medikamente

Anforderungen an Pharma-Primärverpackungen wie Ampullen und Gläser steigen

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Beschichtungen vermeiden Adsorption und Extractables bei Gläsern, Ampullen und Co.

Ein weiteres Wachstumsfeld des Konzerns sind Barriereschichten, die im Rahmen eines validierten und permanent inspizierbaren Prozesses mit dem von Schott patentierten Plasmaimpulsverfahren auf der Innenseite der Behälter aufgebracht werden. Eine quarzähnliche Oberfläche verhindert die Anlagerung (Adsorption) von radioaktiven Diagnostika und Proteinen; gleichzeitig wird die chemische Beständigkeit und Stabilität der Verpackung verbessert. Ein interessantes Feld, denn selbst aus Borosilicatglas von höchster Qualität treten Ionen aus, die die Wirksamkeit von Biopharmazeutika beeinflussen können. Vorteile können auch im Umgang mit gefriergetrockneten Proteinen und Peptiden entstehen: Fläschchen mit hydrophoben Schichten sind an ihrer Oberfläche so homogen, dass die gefriergetrockneten Substanzen nicht an den Innenwänden der Fläschchen haften bleiben. Das sieht nicht nur optisch besser aus, sondern erleichtert auch die Auflösung mit Wasser.

Neue Dienstleistung

Seine Kompetenz bietet Schott mittlerweile auch als Dienstleistung an: Der neue Geschäftsbereich Schott Pharma Services untersucht im Kundenauftrag Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Packmitteln, analysiert pharmazeutische Packmittel hinsichtlich chemischer Zusammensetzung, führt Partikelanalysen durch, misst die Anlagerung von Proteinen und Absonderung von Ionen und bewertet schließlich auch die Lebensdauer und Zuverlässigkeit eines Behälters. „Noch ist der Bereich ein kleines Pflänzchen innerhalb des Schott-Konzerns, er wird aber zu einem vernünftigen Baum heranwachsen“, ist sich Dr. Jürgen Sackhoff, der das Pharma-Verpackungsgeschäft bei Schott verantwortet, sicher.

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