Staubfreie und rieselfähige Pastillen herstellen

Am laufenden Band pastilliert

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Das Pastillieren eignet sich mit entsprechender Vorbehandlung auch für Schmelzen, die zur Unterkühlung neigen. Das System und die Kühlbandanlage sind so lieferbar, dass eine Inertisierung mit Stickstoff oder eine gasdichte Atmosphäre während der Verfestigung des Produktes generiert werden kann. Bei begrenztem Platz oder Neigung zum Schüsseln der Produkte wie z.B. bei Polyesterharzen sind auch Doppelbandanlagen mit einem gekühlten zusätzlichen Oberband möglich.

Vorteile gegenüber anderen Verfahren

Das Abfüllen der Schmelzen in Fässern verursacht einen hohen Aufwand beim Weiterverarbeiter. Dieser benötigt neben der Zeit zum Aufschmelzen auch entsprechende Anlagen, will aber häufig nur kleine Mengen zudosieren. Bruchgranulat, Schuppen oder Flakes, wie sie auf Kühlwalzen oder Filmgießanlagen hergestellt werden, führen zu irregulärem Granulat mit schlechter Rieselfähigkeit, niedriger Schüttdichte und hohem Staubanteil.

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Das Konfektionieren in Pulverform durch Sprühverfahren führt zusätzlich zur Gefahr der Agglomeration. PE-Sprühpulver beispielsweise hat freifließend eine Schüttdichte von 0,2 t/m³ und verpresst mit 1000 hPa 0,3 t/m³. Nach dem Pastillieren liegt die Schüttdichte über 0,5 t/m³.

Der Staubanteil und die Verklumpungsgefahr im pastillierten Produkt gehen gegen Null, entsprechend ist die Rieselfähigkeit sehr gut. Dadurch wird eine einfache, genaue Dosierung möglich, und die Pastillen lassen sich leicht in Schmelzen oder Granulatvormischungen einarbeiten. Das plane und geschlossene Edelstahlband, auf dem die Pastillen abgelegt und verfestigt werden, gewährleistet einen optimalen Wärmeübergang, hinterlässt keine Spuren auf dem Produkt und beschädigt dieses nicht.

* Der Autor arbeitet bei Esico. Kontakt: Tel. +49-2234-9335868

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