Forschung in der Automatisierung ABB will mit innovativen Prozessen und Werkzeugen den Service effizienter machen

Redakteur: Gerd Kielburger

Forschung und Entwicklung sind für den Technologiekonzern ABB essentiell, um mit einer starken Marktposition in der Automatisierung bestehen zu können. Das Unternehmen investierte 2008 dafür rund 1,2 Milliarden US-Dollar. 70 Prozent davon gingen in die Produktentwicklung der operativen Einheiten, 20 Prozent wurden für für kundenspezifische Auftragsentwicklung ausgegeben und zehn Prozent wanderten in die Konzernforschung. Immer wichtiger werden dabei Forschungsfelder für Technologien und Produkte, die für zukünftige Serviceprozesse von ABB von Bedeutung sind.

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Ferne Zukunft oder schon jetzt Realität? Der total vernetzte Servicetechniker. Ausgestattet mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik stehen dem Servicemitarbeiter zu jeder Zeit an jedem Ort kontextabhängig die aktuell benötigten Informationen zur Verfügung. Bild: ABB
Ferne Zukunft oder schon jetzt Realität? Der total vernetzte Servicetechniker. Ausgestattet mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik stehen dem Servicemitarbeiter zu jeder Zeit an jedem Ort kontextabhängig die aktuell benötigten Informationen zur Verfügung. Bild: ABB
( Archiv: Vogel Business Media )

Keine Frage: Schon heute ist das Servicegeschäft für ABB von großer Bedeutung: Im Jahr 2008 betrug der Umsatz im Servicegeschäft nach Angaben des Unternehmens insgesamt 5,3 Milliarden US-Dollar, das sind etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes. Etwa 22.000 Mitarbeiter, und damit etwa 18 Prozent der gesamten Belegschaft, waren im Bereich Service beschäftigt. Doch die Zukunft verspricht das Servicegeschäft ein weit größeres Stück vom gesamten Kuchen abzuwerfen, wie Dr. Franz Schmaderer, Leiter des Global Lab Automation des ABB-Konzerns und Leiter der ABB Forschungszentren in Vasteras und Ladenburg, prognostiziert. Hintergrund für diese positive Einschätzung ist ein unverkennbare Trend in Richtung zunehmender Serviceaufgaben vor allem in den Prozessindustrien sowie die große installierte Basis von ABB-Produkten mit einem Wert von circa 170 Milliarden US-Dollar.

Zu den wichtigsten Kundenanforderungen gehören Schmaderers Ansicht nach die Erhöhung der Produktivität sowie die Verbesserung der

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Energieeffizienz, bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltbelastung. Der Kunde, so Schmaderer, verlange zunehmend nach einer ganzheitlichen Betrachtung und Optimierung des gesamten Lebenszykluses der eingesetzten Produkte und Lösungen, wodurch dem Service eine wachsende Bedeutung zukomme.

Die Zukunft: Der total vernetzte Servicetechniker

Ein wichtiger Trend geht Schmaderer zufolge hin zum total vernetzen Servicetechniker oder -ingenieur. Für ABB längst keine Vision mehr, dass der Service-Mitarbeiter der nahen Zukunft mit modernster mobiler Kommunikationstechnik ausgestatt ist, sodass ihm zu jeder Zeit an jedem Ort kontextabhängig die aktuell benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Komplexität der Produkte wird dies nach Einschätzung der ABB-Verantwortlichen zu effizienteren Serviceprozessen beitragen. Wie beispielsweise im Projekt Mobile Service Assist. Dabei wurde ein Softwaresystem entwickelt, das die internen Serviceprozesse und die mit den

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