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ARC-Bericht

ABB führend bei Prozessleitsystemen

| Redakteur: Matthias Back

Die Verwendung der Aspect-Object-Technologie ermöglicht laut ABB das leichte Einfügen und Entfernen von Komponenten und Messgeräten in das Leitsystem.
Die Verwendung der Aspect-Object-Technologie ermöglicht laut ABB das leichte Einfügen und Entfernen von Komponenten und Messgeräten in das Leitsystem. (Bild: Luca Siermann/ABB)

Mit einem branchenübergreifenden Marktanteil von rund 20 Prozent sieht sich ABB als führenden Anbieter digitaler Steuerungs- und Automationstechnologien. Als Grundlage dafür zieht der Konzern den jüngsten “Distributed Control Systems Global Market 2016-2021” Bericht von ARC heran.

Zürick, Schweiz – ABB sieht sich erneut als weltweite Nummer 1 bei Prozessleitsystemen (DCS). Diese Position leitet der Konzern jedenfalls von der von der ARC Advisory Group veröffentlichten “Distributed Control Systems Global Market 2016-2021” Bericht ab. Laut den ARC-Analysten sei ABB seit 1999 unangefochtener Marktführer, heißt es dazu in einer aktuellen Presseveröffentlichung des Schweizer Energietechnik- und Automatisierungskonzerns. Wie es weiter heißt, seien bei der Analyse mehrere Faktoren berücksichtigt worden, darunter die Marktgrösse und -segmentierung, Marktprognosen, die Branchenstruktur, Marktanteile von Lieferanten sowie Lieferantenprofile.

ABB investiert mehr als eine Milliarde Euro in die Forschung

Gewürdigt wurde in der Marktanalyse von ARC auch die Markteinführung von ABB Ability – das integrierte, branchenübergreifende digitale Angebot des Unternehmens. ABB Ability soll Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor bei der Entwicklung neuer und bei der Weiterentwicklung bestehender Prozesse helfen, indem es Daten bereitstellt und Planung und Kontrollen im Echtzeitbetrieb optimiert. Die Ergebnisse können dann in Steuerungssysteme eingespeist werden, um wichtige Kennzahlen wie Betriebszeit, Geschwindigkeit und Ertrag zu verbessern. „Mit unserer installierten Basis aus über 70 Millionen vernetzten Geräten und 70.000 Steuerungssystemen sowie jährlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von 1,26 Milliarden Euro führt ABB den digitalen Wandel in der Branche an“, sagte Peter Terwiesch, Leiter der ABB-Division Industrieautomation.

Die Marktführerschaft von ABB bei Prozessleitsystemen zeige sich in zahllosen bahnbrechenden Projekten weltweit, so das Unternehmen weiter. So spiele das DCS 800xA eine wichtige Rolle für den Erfolg von Sadara, dem weltweit grössten Chemiekomplex, der jemals in einer einzigen Phase gebaut wurde. Die Überwachung und Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses wird mit dem System 800xA vollständig integriert und in 18 Steuerungssystemen und 260 Bedienplätzen zusammengeführt. Dank dieser Integrationsfähigkeit habe sich auch die Garpenberg-Mine zu einem der weltweit kostengünstigsten und modernsten Bergwerke entwickeln können. Fördersysteme, Mühlenantriebe, Belüftungssysteme, Entwässerungssysteme, Umspannwerke, Transportbänder, Brechanlagen, Erzbunker, Wartung sowie Dokumentenmanagement und Kommunikation habe man nahtlos in das Automationssystem integrieren können.

Als weiteres Beispiel soll die Alunorte-Tonerderaffinerie von Vale in Brasilien dienen, die mit einer Produktionskapazität von 6,3 Millionen Tonnen Tonerde jährlich grösste ihrer Art weltweit. Dort werden die sieben Fertigungslinien sowie die Fördersysteme mit dem Prozessleitsystem 800xA gesteuert. Die Raffinerie ist anhand einer 244 Kilometer langen Pipeline mit der Bauxit-Mine von Paragominas verbunden – der weltweit ersten ihrer Art. Mit 800xA werden sowohl die Mine als auch die Pipeline gesteuert. Damit gehöre der Gesamtkomplex „Alunorte-Pipeline-Parogominas“ zu den grössten Upstream-Automationsprojekten aller Zeiten, so der ABB-Konzern.

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