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Auftragssynthese

Wie Saltigo den Sprung in die Spitze geschafft hat

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Acht Kubikmeter fasst die Hastelloy-Filternutsche.
Acht Kubikmeter fasst die Hastelloy-Filternutsche. (Bild: Lanxess)

Mit einer Investition von 60 Millionen Euro in Leverkusen hat Saltigo eine hoch moderne Multipurpose-Anlage geschaffen. Der Spezialist für Auftragssynthesen ist damit hervorragend aufgestellt, um weiter im harten internationalen Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Der Platz für neue Großprojekte ist gesichert.

Seit 2006 gibt es Saltigo jetzt, und wer anfangs die Ausgründung des Spezialchemie-Konzerns Lanxess mit Skepsis betrachtet hat, ist in der Zwischenzeit eines besseren belehrt worden. Die Exklusivsynthese von Pestizidwirkstoffen sowie Zwischenprodukten ist ein lukratives Geschäft geworden und inzwischen spielt Saltigo in der vordersten Liga mit. Auch wenn sich Geschäftsführer Thorsten Derr, nicht auf einen Platz im Ranking festlegen lassen will. „Zu unseren Kunden gehören die größten Agrochemieunternehmen der Welt“, so viel lässt er immerhin durchblicken.

Langfristige Kundenbeziehungen hat das Team um Derr aufgebaut und behauptet sich eisern gegen die asiatische Konkurrenz, die zwar billiger ist, aber nicht mithalten kann, wenn es um komplexe, mehrstufige Synthesen geht. Und davon gäbe es immer mehr, erzählt der Geschäftsführer, der selbst studierter Chemiker ist. Bis zu 19 Syntheseschritte seien keine Seltenheit. Das umstrittene Glyphosat sei dagegen ein vergleichsweise simples Molekül, für dessen Herstellung lediglich drei Schritte nötig sind.

Besonders bei den komplexen Synthesen punktet Saltigo mit dem Standortvorteil. „Wir bieten hier alle Syntheseschritte an einem Standort an“, betont Derr. Damit entfallen Logistikkosten, etwa bei der Ein- oder Ausfuhr und zum Teil wochenlange Wartezeiten durch Zoll und Grenzformalitäten.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil sei auch die Generalzulassung, die Saltigo für alle Synthesen hat. Und: es gibt am deutschen Standort eine komplette Infrastruktur, die für Rohstoffversorgung durch den Aromatenverbund steht und absolute Entsorgungssicherheit, dank eines modernen mehrstufigen Industrieklärwerks. Die Gefahr, dass Behörden, wie in Indien und China geschehen, ganze Standorte schließen, weil sie die Umweltauflagen nicht einhalten können, braucht in Leverkusen oder Dormagen keiner zu fürchten.

60 Millionen Euro für´s Zeto

Den vorläufigen Höhepunkt der Erfolgsgeschichte feiert das Unternehmen nun: die Erweiterung des Zentralen Technikum Organisch, kurz Zeto. Die 60 Millionen schwere Investition war bitter nötig, die bisherigen Produktionskapazitäten platzten aus allen Nähten, was dazu führte, dass Geschäftsführer Derr kaum noch Großprojekte stemmen konnte.

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