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Feldgeräteintegration

Wie FDI die Prozessindustrie erobern will

| Autor / Redakteur: Dr. Christine Eckert / Dr. Jörg Kempf

Teamwork ist angesagt: So geht es mit der Field Device Integration voran!
Teamwork ist angesagt: So geht es mit der Field Device Integration voran! (Bild: © Sergey Nivens/Fotolia.com; [M]GötzelHorn)

Bei der Etablierung der einheitlichen, standardisierten Geräteintegrationstechnologie Field Device Integration (FDI) ziehen führende Hersteller und Verbände an einem Strang – ganz im Sinne der Anwender. Nun schickt sich die Technologie an, die Praxis zu entern. Der Schulterschluss zwischen Profibus & Profinet International (PI) und der FieldComm Group soll die Markteinführung nochmals beschleunigen.

FDI löst das Problem, in der Prozessindustrie Feldgeräte in eine Vielzahl von Netzwerken, Betriebssysteme und Steuerungssysteme integrieren zu müssen. Führende Verbände und Hersteller der Automatisierungsindustrie haben die Technologie gemeinsam entwickelt. Das Ziel: eine konsequente Vereinfachung der Geräteintegration. Randbedingungen waren eine maximale Hersteller-Neutralität sowie die Verwendung von bewährten Elementen der bisherigen Technologien.

Warum FDI die Zukunft gehört? In unserer Bildergalerie kommen wichtige Köpfe der Branche zu Wort:

FDI kombiniert die Vorteile der bisherigen Geräteintegrationstechnologien FDT (Field Device Tool) und EDDL (Electronic Device Description Language) in einer einzigen skalierbaren Lösung. Die neue Technologie kann verschiedenste Aufgaben über den gesamten Lebenszyklus bewältigen. Dies gilt sowohl für einfache als auch komplexe Geräte, einschließlich Konfiguration, Inbetriebnahme, Diagnose und Kalibrierung – unabhängig von den zugrunde liegenden Geräteprotokollen.

Nach Abschluss der Arbeiten in der FDI Cooperation soll sich FDI schnellstmöglich in den Anlagen der Prozessindustrie etablieren. Schlüsselelemente dafür sind Tools und Komponenten sowie die gemeinsame Festlegung von Test-, Zertifizierungs- und Registrierungsregeln. Zur Sicherstellung eines langfristigen Supports haben sich PI und die FieldComm Group vertraglich zu einer gemeinsamen Weiterentwicklung und Pflege verpflichtet – der beste Beweis für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Kooperation von Anwendern, Herstellern und Nutzerorganisationen. Der Löwenanteil aller wichtigen Host-Systemlieferanten und Gerätehersteller hat Lizenzen für FDI-Entwicklungskits erworben und wird die Integrationstechnologie weltweit unterstützen und in ihre Produkte integrieren.

Beim Technologiewechsel hilft Geräteherstellern die protokollübergreifende Entwicklungsumgebung IDE (Integrated Development Environment). Sie erlaubt effiziente Entwicklungen, umfassende Tests und eine schnelle Generierung von FDI Device Packages sowie eine zeit- und kostensparende Überführung existierender EDDs (Electronic Device Description) in ein FDI Device Package. So können Gerätehersteller entsprechende Pakete für Profibus-, Profinet-, Foundation Fieldbus- und Hart-Geräte durch vereinheitlichte Prozesse erstellen. Ein weiteres wesentliches Ergebnis besteht in der Festlegung einer Architektur für sogenannte FDI-Host-Komponenten, mit denen eine gleichartige Bearbeitung der Geräteintegrationspakete in verschiedenen Hosts ermöglicht wird.

Projekt mit Signalwirkung

Die Entwicklung der Technologie setzt ein Zeichen. Nicht nur, weil FDI in Zukunft die Geräteintegration erheblich erleichtern wird, sondern auch wichtige Anforderungen von Industrie 4.0 erfüllt; aber auch, weil FDI das Ergebnis einer vertrauensvollen und intensiven Arbeit von Herstellern und Organisationen für die industrielle Kommunikation ist – motiviert durch das starke Anwenderinteresse an einer einheitlichen und praxisgerechten Integrationstechnologie für die Prozessautomatisierung.

Meilenstein erreicht – alle sprechen FDI

Geräteintegration

Meilenstein erreicht – alle sprechen FDI

21.01.15 - Das erste Etappenziel in Sachen Geräteintegration ist erreicht: Die FDI-Spezifikation wurde freigegeben und an die IEC übergeben, gleichzeitig wurde die erste Version des Entwicklerwerkzeuges bereitgestellt. Ist das nun der Abschluss? Im Gegenteil, wie alle Protagonisten versichern. Jetzt geht es erst richtig los! lesen

* Die Autorin arbeitet als Freie Fachjournalistin.

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