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Nachhaltige Kennzeichnungslösungen

Wie Etikettieren der Umwelt hilft

| Autor/ Redakteur: Anastasia Bin* / Manja Wühr

Die Fachpack 2019 hat sich „Umweltgerechtes Verpacken“ zum Leitthema gesetzt. Als Komplett-Anbieter von Kennzeichnungslösungen greift Bluhm Systeme diesen Trend auf und präsentiert in Nürnberg Kennzeichnungstechnik, über die sich Anwender und Umwelt gleichermaßen freuen.

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Auf der Fachpack werden individuelle Roboterkennzeichnungssysteme präsentiert.
Auf der Fachpack werden individuelle Roboterkennzeichnungssysteme präsentiert.
(Bild: Bluhm Systeme)

Nicht mehr lange und die Fachpack, die europäische Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik, öffnet ihre Türen. Seit Gründung der Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik vor 40 Jahren ist Bluhm Systeme jedes Jahr in Nürnberg mit vor Ort. So auch in diesem Jahr: Vom 24. bis 26. September 2019 zeigt der Komplett-­Anbieter für professionelle Kennzeichnungssysteme neue und vor allem umweltfreundliche Lösungen, z.B. den neuen Etikettendruckspender Legi-Air 2050 Linerless. Das kostensparende System ermöglicht das Etikettieren unterschiedlicher kleiner Losgrößen. Der integrierte Sato-Etikettendrucker CL4NX verarbeitet Etikettenmaterial ohne Trägerpapier. Dank Sato-Sotwareplattform AIP können Layouts schnell und einfach per Scan aufgerufen werden. Der Anschluss eines PC ist nicht erforderlich.

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Das Etikett wird mit den notwendigen Informationen bedruckt und unmittelbar danach automatisch per Cutter abgeschnitten. Nach dem Bedrucken und Abschneiden wird das Etikettenmaterial mit einem feinen Flüssigkeitsfilm auf Basis von Wasser besprüht. Der Kleber wird dadurch aktiviert und bleibt aktiv, bis das Etikett appliziert wird.

Ein Applikator mit Spendestempel nimmt die fertigen Etiketten auf und appliziert sie auf das gestoppte Produkt. Das Aufbringen geschieht mittels der bewährten Methoden: Aufblasen, Aufdrücken oder Aufwischen. Ein Austauschen des Stempels bei Formatwechsel ist nicht erforderlich, sodass auch keine Rüstzeiten anfallen.

All electric beim Etikettieren

Immer mehr Etikettendruckspender der neueren Generation von Bluhm steigen um auf Strom und werden zum Energie-Sparer: Bisher wurden die Geräte ausschließlich mit Druckluft betrieben. Mit dem Hochleistungsetikettierer Legi-Air 6000 hat das Unternehmen erstmals einen Etikettierer auf den Markt gebracht, dessen Applikator nicht pneumatisch, sondern servo-elektrisch angetrieben wird. Und auch der neue Übereck-Etikettierer Legi-Air 4050 CWS arbeitet ohne Druckluft. Der Druckspender ist in der Lage, Etiketten in unterschiedlichen Längenverhältnissen übereck aufzubringen.

Die Vorteile eines servo-­elektrischen Antriebs im Etikettierbereich liegen auf der Hand: Er ist kostengünstiger. Gleichzeitig ermöglicht er höhere Taktraten und eine positionsgenauere Etikettierung.

Nur so viel Folie wie nötig

Bei Bluhm Systeme kommen zahlreiche Drucker und Druckmodule von Partnern, wie Sato, CAB oder Zebra, zum Einsatz, die mit umweltfreundlichen Verfahren ausgestattet sind. Die Druckmodule und zum Teil auch Tischdrucker von Novexx Solutions verfügen über eine spezielle Ribbonsave-­Technologie: Dieser Mechanismus stoppt im Druckbetrieb automatisch die Zuführung der Thermo­transferfolie, wenn Etikettenbereiche ab einer bestimmten Größe unbedruckt bleiben. Im laufenden Betrieb kann somit viel Folie gespart werden, die Folienrolle muss seltener ausgewechselt und die Gesamtbetriebskosten können gesenkt werden. Schon ab sechs Millimeter unbedruckter Fläche wird durch die Foliensparfunktion eine erhebliche Senkung des Materialverbrauchs erreicht. Zusätzlich er­höht wird dieser Spareffekt durch die automatische Geschwindigkeitsanpassung der Thermotransferfolie an die der Etikettenrolle.

Lösungsmittelfreies Farbband

Die umweltfreundlichen Wachs-­Thermotransfer-Farbbänder des Kennzeichnungsspezialisten verfügen über eine neue, patentierte Solfree-Rückseitenbeschichtung. Sie schont nicht nur Mensch und Natur sondern gleichzeitig auch den Etikettendrucker. Mit der neu entwickelten Solfree-­Technologie ist es erstmals gelungen, Wachs-­Farbbänder ohne Einsatz von Lösungsmitteln zu produzieren. Die ursprünglichen Eigenschaften der Farbbänder bleiben dabei erhalten: exzellente Druckqualität, lange Haltbarkeit und gute Sensibilität.

Die durch Solfree verbesserte Rückseitenbeschichtung der Folien verlängert die Lebensdauer des Druckkopfes und trägt verstärkt zur Kosten- und Abfalleinsparung bei. Die Lösungsmittel, die bei herkömmlichen Farbbändern zum Beschichten eingesetzt werden, können bei unsachgemäßem Umgang die Gesundheit gefährden. Außerdem beschleunigen Lösungsmittel die globale Erwärmung und basieren auf Rohöl. Bei der Herstellung dieser Folien wird pro Rolle etwa 365 g weniger CO2 freigesetzt als bei vergleichbaren Farbbändern (mit einer durchschnittlichen Größe von 110 mm x 300 mm). Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 6000 Rollen entspricht das etwa 17 000 mit dem Pkw zurückgelegten Kilometern.

Roboter assistieren

Auch bei der Produktkennzeichnung kommen immer öfter Roboter zum Einsatz. Am Stand des Unternehmens sehen die Besucher einen modernen Roboter, der sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe flexibel arbeiten und an jeder gewünschten Stelle des Paketes die Etiketten anbringen kann. Auch Umreifungsbänder bilden für den Roboter kein Hindernis. Durch die SAP-Anbindung weiß der Roboter genau, welches Paket mit welchem Etikett als nächstes gekennzeichnet wird. So können in einem Etikettierdurchgang gleich mehrere unterschiedliche Produkte gekennzeichnet werden.

Der Kennzeichnungsanbieter aus Rheinbreitbach hat sich für die Fachpack-Besucher mehr als ein Highlight einfallen lassen, z.B. eine Nachhaltigkeitswand mit Etiketten aus natürlichen Ressourcen. Diese zeigt, wie umweltgerechte Etikettierung mit speziellen Stein-, Gras- oder auch Zuckerrohr-Etiketten ermöglicht wird. Im Bluhm TV-Bereich werden die Besucher u.a. in die interaktive Welt des Kennzeichnungsspezialisten entführt. Mithilfe einer VR-Brille werden sie von dem Messestand in verschiedene Produktionshallen teleportiert, wo sie den Kennzeichnungssystemen direkt selbst bei der Arbeit zuschauen können.

Fachpack 2019: Halle 1, Stand 141

* Die Autorin ist Redakteurin bei Bluhm Systeme, Rheinbreitbach.

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