Kreiselpumpen für die Galvanotechnik

Warum die richtige Auslegung von Kreiselpumpen in der Galvanotechnik so wichtig ist

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Frequenzgeregelte Kreiselpumpen werden in der Anlage überall dort eingesetzt, wo in unterschiedlichen Lastbereichen gefahren wird. In allen anderen Fällen, in denen grundsätzlich unter Volllast gearbeitet wird, wurden optimal auf den Betriebspunkt ausgelegte Magnetpumpen mit Festdrehzahl eingesetzt.

Auf diese Weise konnte nach der Umstellung in jedem Einzelfall die jeweils optimale Pumpe gefunden werden. In einem parallelen Arbeitsschritt passte man die vorhandene Verrohrung an und korrigierte falsch dimensionierte Leitungen. Hierdurch wurden die Strömungsverhältnisse optimiert und Probleme mit der Kavitation konnten vermieden werden.

Das hatte mehrere entscheidende Vorteile, von denen zwei hervorzuheben sind: Zunächst konnte durch diese Pumpenoptimierung zusammen mit der Korrektur der Verrohrung die Zuverlässigkeit der Anlage wesentlich verbessert werden. Es gab seither keine Störungen durch Pumpenausfälle. Weiterhin konnte der Energieverbrauch drastisch verringert werden.

Mehr ist nicht immer besser

Häufig wird – nicht nur in der Galvanotechnik – nach den Motto gearbeitet: „Mehr ist besser“. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden in der Planungsphase Pumpen zu groß ausgelegt. Das bringt eine vermeintliche Sicherheit, kostet aber viel Geld. Das gilt sowohl für die Investitions- als auch für die Betriebskosten. Die häufig zu leistungsstarken Pumpen laufen im täglichen Betrieb nur im Teillastbereich. Gerade hier haben Kreiselpumpen einen ungünstigen Wirkungsgrad. Es wird auf diese Weise Energie verschwendet und Geld zum Fenster rausgeworfen.

Bei zu groß dimensionierten Aggregaten behilft man sich häufig, in dem man die Förderleistung über Drosselventile zu reduzieren sucht. Hier sind frequenzgeregelte Pumpen wesentlich wirtschaftlicher, denn bei einer Drehzahlreduzierung auf 50 % reduziert sich der Energieverbrauch auf ein Achtel des ursprünglichen Leistungsbedarfs.

Auch bei Primus Oberflächentechnik macht – wie in der Galvanotechnik üblich – der Energiekostenanteil einen erheblichen Anteil der Betriebskosten aus. Durch die jetzt optimierte Anlagentechnik können jedes Jahr rund 15 000 Euro an Energiekosten eingespart werden. Hierdurch haben sich die Investitionen in eine moderne Pumpentechnik schon nach wenigen Jahren amortisiert.

* Der Autor ist Vertriebsleiter der Sondermann Pumpen + Filter GmbH, Köln.

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